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03.02.12 13:39 Alter: 105 Tag(e)
Kategorie: Allgemein, Pressemitteilungen
Author: esb/pr-krk, Kerstin Kindermann

Musik verbindet - neu: Musikressort


Freuen sich über 100 Freikarten für die Württembergische Philharmonie Reutlingen: Marcel Holzapfel, Clément Hénaut, Carl-Christian May, Svenja Kölle (v.l.n.r.), die ihnen die Pressereferentin Stefanie Eberhardt (Mitte) in der Philharmonie übergeben hat. Foto: esb/pr-krk

200 Freikarten von der Württembergischen Philharmonie für das neue studentische Musikressort an der ESB Business School

Die Idee kam ihm im Auslandssemester, Carl-Christian May, ESB-Student im 8. Semester im Studiengang International Management. Ein klassischer BWL-Student, dem in Frankreich schon die Musik gefehlt hat: „Als ich jetzt im Wintersemester 2011 wieder nach Reutlingen kam, war mein erster Gedanke, ein Musikressort zu gründen. Leute zu finden, mit denen man Musik machen und sich austauschen kann“.

So machte sich 23-jährige auf die Suche und hatte sein „Orchester“ schon nach kurzer Zeit beisammen. Schnell sprach es sich herum und Musiker kennen sich sowieso untereinander und haben feine Antennen füreinander. 

Volle Unterstützung erhielt Carl-Christian dabei von Anfang an von ESB-Dekan Professor Dr. Ottmar Schneck, vielleicht weil dieser selbst ein begeisterter Musiker ist und in der Professorenband der Hochschule Reutlingen die Stöcke am Schlagzeug schwingt.  Auch Professor Dr. Henning Eichinger, Kulturbeauftragter der Hochschule Reutlingen, zeigte sich über diese Idee sehr erfreut. Als Kulturbeauftragter der Hochschule Reutlingen pflegt er bereits seit einigen Jahren enge Kontakte zur Württembergischen Philharmonie und organisiert mit ihnen seit 3 Jahren sehr erfolgreich die Cross Over Music Night hier an der Hochschule.

So kam auch der Kontakt zur Württembergischen Philharmonie Reutlingen zustande, die uns dann Anfang Januar zu einem Termin zu sich einlud um die Studenten mit 100 Freikarten zu überraschen. Und so sitzen wir: Svenja Kölle, Clément Hénaut, Marcel Holzapfel und Carl-Christian May vom Musikressort mit mir (Kerstin Kindermann, Pressereferentin ESB Business School) an einem schönen Januartag in den Heiligen Hallen der Württembergischen Philharmonie Reutlingen in der Marie-Curie-Straße 8 gemeinsam mit deren Pressereferentin Stefanie Eberhardt, die hier auch für die Jugendkontaktpflege verantwortlich zeichnet und ich erfahre in dem sehr angeregten Gespräch viele Dinge darüber wie ein Orchester funktioniert, welche Stufen ein Orchesterbewerber durchlaufen muss und vor allem was unsere BWL-Studenten bewegt sich in der Musik zusammenzufinden.

Seit September 2011 treffen sich rund 20 junge Musiker, die in den unterschiedlichsten Studiengängen und Semestern sind, einmal in der Woche um gemeinsam Musik zu machen und über dies und das zu quatschen. „Es gibt so viel Potential und so viele Studenten hier an der Hochschule und tatsächlich auch unter uns BWL-Studenten, die ein Instrument spielen oder im Chor singen, dass durch diese musikalische Verbundenheit eine ganz besondere Interessen-Gemeinschaft unter den Studierenden entstanden ist“, freut sich Carl-Christian der Initiator des Musikressorts.

Ob wie Svenja, die mit ihrer Klarinette glänzt oder Carl-Christian, der wie der ESB-Dekan Schlagzeug spielt, die Vielfalt an Instrumenten ist groß und die Aktivitäten, die das jetzige Musikressort in dieser kurzen Zeit seit seiner Gründung zum „Klingen“ gebracht haben, können sich hören und sehen lassen.

So musste ganz schnell für den alljährlichen Weihnachtsball im Dezember noch ein musikalisches Begleitprogramm auf die Bühne gebracht werden und der nächste große Auftritt ist an der Graduierungsfeier der ESB Business School am 17.02.2012. Dann geht es gleich weiter, denn in jedem Semester organisieren die Studierenden ein Soirée Cabaret und dafür muss natürlich rechtzeitig und viel geprobt werden.

Von so viel Engagement ist auch die Dramaturgin und Pressereferentin der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, Stefanie Eberhardt beeindruckt: „Von Kunst- und Kulturwissenschaftlern erwartet man so ein Engagement und Interesse, aber von BWL-Studenten, das überrascht mich schon.“ Sie habe sich über die Kontaktaufnahme von Seiten des Musikressorts gefreut, „zumal wir schon im dritten Jahr mit Professor Eichinger die Cross Over Music Night gemeinsam an der Hochschule initiieren und die ist eine Bereicherung für alle, weil hier auch mal experimentiert wird und der Zuspruch immens ist.“ Gerade das sei das Bestreben der Philharmoniker, die jüngeren Leute für die Konzerte zu begeistern: „Man muss nicht unbedingt klassikaffin sein. Die letzte Cross Over Music Night war sehr anspruchsvoll, ein Wagnis mit tollen Ideen, das verschiedene Künstler miteinander verbunden hat“ so Eberhardt.

Das findet auch Carl-Christian, der von der letzten Cross Over Music Night, in der musikalische Welten miteinander verschmolzen, total begeistert ist: Klassik meets Elektrosounds und so reichten sich Opernklänge und DJ-Sounds die Hand. Die Württembergische Philharmonie Reutlingen inszenierte gemeinsam mit den Solisten Annika Ritlewski und Yosemeh Adjei, VJ Haegar und DJ Canisius ein audiovisuelles Konzert der besonderen Art. Gerade solche Veranstaltungen motivierten ihn, sich für die Gründung des Musikressorts beim Dekan stark zu machen: „Im Grunde genommen haben wir, wenn wir aus unserem Auslandsstudium kommen nur noch ein Jahr hier an der ESB Business School, das wir nutzen können, um uns in einem Ressort zu engagieren und das kann man dann um so intensiver tun.“

Aufmerksam lausche ich den Worten von Stefanie Eberhardt und unseren Studenten, die sich einig sind, dass die Württembergische Philharmonie Reutlingen gerade auch für jüngere Leute ein Erlebnis sein könne. Man müsse sich nur darauf einlassen und es eben mal ausprobieren. Das ist ein Ziel von Carl-Christian und seinen Kommilitonen – andere Studierende – auch solche, die bislang nichts mit Klassik und Instrument spielen am Hut hatten, für Konzertbesuche zu begeistern. „Mit den 200 freien Eintrittskarten der Württembergischen Philharmonie Reutlingen planen wir Konzertbesuche für die einzelnen bereits existierenden Ensembles an der ESB, eine Aktion mit dem Charity-Ressort und eine Verlosung sowie anderweitige Events auf dem Campus. Damit wollen wir auf der einen Seite für die Philharmonie und klassische Musik werben und auf der anderen Seite natürlich unser Ressort bekannter machen. Wir freuen uns über jeden vom Campus, der den Weg zu uns findet und uns in unserer Ressortarbeit unterstützt und Interesse an Musik hat“, erklärt Carl-Christian May das Ziel des ESB-Musikressorts. Mit den Freikarten hat das Ressort nun viele Möglichkeiten dies alles in die Tat umzusetzen.

Im Gespräch und der anschließenden Führung durch die Philharmonie, deren Veranstaltungen schon bald in der neuen Stadthalle stattfinden werden, erfahre ich auch wie ein Orchester funktioniert – und bin überrascht, welche Parallelen sich zu unseren Studenten, die sich im Musikressort engagieren, ziehen lassen. Gleich von Anfang an – schon beim ersten Email-Kontakt mit Carl-Christian fiel mir auf, wie höflich und strukturiert und verbindlich – dabei aber nie fordernd oder aufdringlich, seine Anfrage zur PR-Unterstützung war. Dann im Gespräch mit Stefanie Eberhardt in der Philharmonie war ich total froh, wie wohlerzogen, vornehm zurückhaltend, ordentlich und smalltalkfähig alle vier sind.  Sie können zuhören, geben richtige Antworten an der richtigen Stelle und so wie sich für ihre Musik begeistern, begeistern sie sich für Neues. Das gemeinsame Musizieren, für das man zuvor alleine viel geübt haben muss, um im Orchester zu funktionieren, entspricht einer Teamarbeit – denn nur gemeinsam kann man Höchst- und Bestleistungen erbringen, aber auch wieder nur, wenn jeder Einzelne Profi ist und man sich auf jeden im Team oder im Orchester hundertprozentig verlassen kann. Was die Studenten also in ihrem Musikressort lernen, sind unschätzbare Werte und Erfahrungen für den weiteren Lebensweg und das sozusagen „spielerisch“.

Immer häufiger würden Dirigenten als Coachs für Managementtrainings angefragt, weil Teams eben wie ein Orchester funktionieren. Und so wie ein Orchester funktioniere sei es die Idealform des Zusammenspiels und die beste Grundlage für eine Top-Teamleistung, erklärt Stefanie Eberhardt: „Jeder Musiker ist ein Künstler. Wie ein Leistungssportler ein Einzelgänger. Alleine muss er viel trainieren und üben und sich immer wieder selbst erfinden. Dann kommt er ins Orchester, ist im Team plötzlich einer von vielen, die alle genauso gut sind wie er. Jetzt muss man es schaffen, sich anzupassen. Individuum bleiben und gleichzeitig miteinander, nicht gegeneinander. Alles muss auf kleinem Raum  hochkonzentriert und perfekt ineinander greifen. Wenn der Einzelne versagt, versagt das Orchester, gibt es kein Team. Das erfordert eine extrem hohe soziale Kompetenz.“

Das können die Vier aus dem Musikressort nur bestätigen: „Innerhalb von einem Monat mussten wir in einer Band spielen, ohne dass wir uns kannten oder irgendwann mal gemeinsam musiziert hätten. Aber es hat tadellos geklappt und Spaß gemacht“, sind sich  Svenja , Clément, Marcel und Carl-Christian einig. 

Eine weitere Gemeinsamkeit ist die kulturelle Vielfalt: in der Württembergischen Philharmonie Reutlingen spielen 16 Nationen im Orchester; bei uns an der Hochschule gibt es über 50 verschiedene Nationalitäten, die regelmäßig aufeinander treffen.

Zum Schluss erfahre ich noch, dass der ASTA mit dem Intendanten der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, Cornelius Grube, derzeit im Gespräch über eine sogenannte Kulturflatrate für die Reutlinger Hochschulstudenten sei, was natürlich auch von Seiten des neuen ESB-Musikressorts begrüßt werden würde. „Über den Einzug der Studiengebühren eines minimalen Betrags für jeden Studierenden könne so nach dem Solidarprinzip allen Studierenden die Gelegenheit für kostenlose Theater –und Kulturbesuche gegeben werden“, fasst Stefanie Eberhardt die laufenden Gespräche zusammen.

Und dann zum legt sie noch ein exklusives Angebot auf die 100 Freikarten à 2 Personen drauf und bietet dem Musikressort an, sich jederzeit an die Württembergische Philharmonie zu wenden, wenn Interesse und Bedarf an Übungs- oder Coachingstunden mit Profimusikern bestünde … Musik verbindet eben!

Informationen und Kontakt unter: musik@stubue.de und chor@stubue.de