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14.12.11 12:00 Alter: 156 Tag(e)
Kategorie: Allgemein, Pressemitteilungen, WIng
Author: esb/pr-krk, Juliane Schreinert

Hoher Besuch


Hochschulspräsident Prof. Dr. Peter Nieß (v.l.) empfängt den CDU-Bundestagsabgeordneten Ernst-Reinhard Beck (v.r.) und Generalleutnant Wolfgang Born (Mitte v.) zur Unterzeichnung des neuen kooperativen Weiterbildungskonzeptes mit der Bundeswehr Uni München.

WING-Bachelor für ausscheidende Unteroffiziere

Hochschule Reutlingen und Universität der Bundeswehr München bauen Kooperation aus: gemeinsames Studienprogramm – Fachtreffen in Reutlingen

Nach der Bundeswehrreform und der Aussetzung der Wehrpflicht ist den Verantwortlichen im Verteidigungsministerium und der Politik noch mehr daran gelegen, die Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber zu fördern. Bisher bot die Universität der Bundeswehr München gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen für ausscheidende Offiziere bereits den MBA-Studiengang „International Management" an, um deren Wiedereintritt in das zivile Berufsleben zu erleichtern. Nun wird die seit 2009 fruchtbare Kooperation der beiden Hochschulen durch einen Bachelor-Studiengang im Wirtschaftsingenieurwesen für Unteroffiziere erweitert. Der Start des neuen Bundeswehr-Studiengangs soll im Frühjahr 2012 erfolgen.

Zur Vorstellung des Bundeswehr-Wirtschaftsingenieur-Programms, kurz WING, kamen sowohl der Abteilungsleiter Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten im Bundesministerium der Verteidigung, Generalleutnant Wolfgang Born, als auch Verteidigungsexperte Ernst-Reinhard Beck an die Hochschule nach Reutlingen, um sich von den geschaffenen Strukturen zu überzeugen. Der Reutlinger CDU-Bundestagsabgeordnete Ernst-Reinhard Beck hatte das Treffen angeregt. Der Präsident der Hochschule, Prof. Dr. Peter Nieß, zeigte sich sehr erfreut über den Besuch von Generalleutnant Born und Ernst-Reinhard Beck, den er als „wahren Freund der Hochschule" bezeichnete. Der Vizepräsident der Universität der Bundeswehr München, Prof. Dr. Uwe Borghoff, betonte die wachsende Bedeutung der Weiterbildung für ausscheidende Zeitsoldaten und unterstrich die Bereitschaft der Universität, eine „akademische Rundumversorgung" für diese Zielgruppe anzubieten.

Dass Bundeswehrsoldaten „hervorragendes Managementpotential" haben, zeigten die bisherigen Erfahrungen, bestätigte Prof. Stefan Busch, Leiter des Programms für Offiziere. Schon sehr frühzeitig lernten die Offiziere, eine enorme Personal- und Materialverantwortung zu übernehmen, pflichtete Generalleutnant Born bei. Offiziere seien bereits in verantwortlicher Management-Position. Die Hochschule habe hier den Auftrag, als „Mittler" zu fungieren, um die Managerqualitäten von der militärischen auf die wirtschaftliche Ebene zu übertragen. Die Absolventen des Studienganges werden in der zivilen Wirtschaft sehr geschätzt.

Interesse, ein Wirtschaftsingenieursstudium aufzunehmen, könne er sich bei den Unteroffizieren durchaus vorstellen, sagte Generalleutnant Born. Beispielhaft führte er für das Jahr 2010 an, dass im Rahmen der Berufsförderung 555 ausscheidenden Soldatinnen und Soldaten ein Universitäts- und 1166 Soldatinnen und Soldaten ein Fachhochschulstudium bewilligt worden sei. Studieren könne vor allem, wer sich für zwölf Jahre verpflichtet habe, da diesen Soldatinnen und Soldaten am Ende und nach ihrer Dienstzeit ein zeitlich und finanziell ausreichender Berufsförderungsanspruch von bis zu fünf Jahren zustehe.

Nach Wegfall der Wehrpflicht konkurriere die Bundeswehr mit einem fast leergefegten Arbeitsmarkt um die besten Köpfe, erklärte Beck die derzeitige Personalsituation bei der Bundeswehr. Neben der angemessenen Besoldung spiele daher auch die Attraktivität des Arbeitgebers eine maßgebliche Rolle. „Der Mensch mit seinen Fähigkeiten war und ist der entscheidende Faktor bei der Reform. Bildung, Erziehung und Ausbildung gilt es zu fördern. Daher freue ich mich umso mehr, dass ich in meinem Wahlkreis eine hervorragende Hochschule habe, die so exzellent und konstruktiv mit der Bundeswehr zusammenarbeitet."

 

Die Programme für die Bundeswehr sind Bestandteil des Weiterbildungskonzeptes der Hochschule Reutlingen für Industrie und Verwaltung, die über die Weiterbildungs-Stiftung Knowledge-Foundation angeboten werden.