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04.11.11 10:15 Alter: 196 Tag(e)
Kategorie: Allgemein, Pressemitteilungen
Author: esb/pr-ag, Andrea Greiner

How to be successful!


Dirk Heinzl, Marketing Director P&G Deutschland, mit den beiden ESB-Alumni Giorgina Renken und Svenja Katharina Wagenmann

Business meets Business School

Ein voller Vorlesungssaal an einem Donnerstagabend, reges Interesse der Studierenden und gleich drei Referenten am Rednerpult – Procter & Gamble-Mitarbeiter gaben Reutlinger Studenten beim Vortrag „How to be successful!“ Tipps für Erfolg im Berufsleben.

Mit über 300 Marken weltweit, etwa 130 000 Mitarbeitern und Umsätzen von ca. 80 Mrd. US-Dollar im Jahr 2010 zählt das amerikanische Unternehmen Procter & Gamble (P&G) zu den größten Konsumgüterkonzernen überhaupt. In 9 von 10 deutschen Haushalten befindet sich mindestens ein Produkt des Hauses, wie z.B. Pampers, Gillette, Blend-a-med oder Ariel.
Dem Konzern entstammen allerdings nicht nur Top-Marken, sondern auch zahlreiche Vorstände großer Unternehmen, weshalb P&G auch als „Leadership factory“ bezeichnet wird.
Aus erster Quelle kamen daher die „Geheimtipps zum Erfolg“ von Dirk Heinzl, Marketing Director von P&G in Deutschland. In seinem einstündigen Vortrag legte er den interessierten Studenten Techniken nahe, die zu besserer Kommunikation und schließlich zum Aufstieg im Unternehmen führen sollen.

#1: Key Message

Dirk Heinzl stellt den ersten Schritt zum Erfolg vor.

Die Basis dessen beschrieb Heinzl als „Define your key message“ („Definiere deine Kernaussage“). Um andere für sich zu gewinnen und nachhaltig präsent zu sein, muss man klar kommunizieren, wofür man steht – wie etwa Barack Obama mit seinem allseits bekannten „Yes, We Can“.
Eine solche Kernaussage muss sich nach drei Kriterien richten:
„Who“ – was ist für den Kommunikationspartner relevant, wie wird er die Aussage aufnehmen?
„What“ – was möchte man eigentlich mitteilen, welches sind die max. drei Hauptaussagen?
„How“ – wie formuliert und überbringt man die „key message“?
Beim letztes Punkt, betonte Heinzl, sei es grundlegend komplexe Kernaussagen auf das Wesentliche zu kürzen und so klar wie möglich zu formulieren („The power of communication“). Das Ziel jeglicher Art von Kommunikation sei es, dass der/die Kommunikationspartner genau die Kernsaussage verstehen und behalten. Dies illustrierte der Referent am „Fahrstuhlbeispiel“: Welche Kernaussagen würde man jemandem, der nicht bei einem Gespräch dabei war, innerhalb der 30 sekündigen Fahrt erzählen?

#2: Personal Branding
Der nächste Schritt auf dem Weg zum Erfolg ist das sogenannte „Personal Branding“. Dies erklärte der Marketingchef anhand einer Marke. Das Erfolgsrezept für Markenerfolg sei die Vermittlung von Idealen, die mit den Produkten verbunden würden, und somit die Schaffung emotionaler Bedürfnisse gegenüber einer Marke. So wolle Pampers nicht etwa kommunizieren, dass Babys trocken gehalten werden, sondern dass sie einen wichtigen Beitrag zur richtigen Entwicklung des Kindes leisten.
Die Vermittlung von Emotionen sei auch beim „Personal Branding“ grundlegend. Bei leitenden Mitarbeitern sei es am Wichtigsten, dass sie für etwas stehen und mit diesem Persönlichkeitsmerkmal im Unternehmen präsent seien. Dieses Merkmal sei entscheidend für die Vergabe von Aufgaben und Projekten. So kann es laut Heinzl etwa sein, dass ein Mitarbeiter, der als „Dampfwalze“ bekannt ist, damit beauftragt wird, ein bestimmtes Produkt energisch voranzutreiben.

#3: EQ
Der letzte Schritt ist die Erkenntnis, dass die Anzahl an Interessensgruppen – und dementsprechend die Anzahl an Konfliktpotenzial – mit zunehmendem Grad der Managementebene zunehmen. Deshalb komme es bei Führungspersonen laut Heinzl nicht auf den IQ, sondern auf den EQ, den emotionellen Intellekt, an. Man müsse Empathie zeigen, aber auch klar und unmissverständlich seinen eigenen Standpunkt kommunizieren.

Am Ende seines Vortrages gab Dirk Heinzl den Studenten ein einfaches Erfolgsrezept von Albert Schweitzer mit: „Erfolg ist nicht der Schlüssel zum Glück. Glück ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn du liebst, was du tust, wirst du erfolgreich sein.“
Die Veranstaltung wurde mit einem Get together abgerundet, bei dem sich die Studenten sowohl mit Heinzl, als auch mit dessen beiden Kolleginnen und ESB-Alumni Giorgina Renken und Svenja Katharina Wagenmann über P&G unterhielten.


Giorgina Renken hat ihr IPBS-Studium im deutsch-irischen Zweig 2010 abgeschlossen und stieg noch im selben Jahr bei Procter & Gamble ein. Nach einem Jahr ist sie nun „Assistant Brand Manager“ in der Hauptzentrale in Schwalbach.

Svenja Katharina Wagenmann war im selben Jahrgang wie Giorgina Renken, im deutsch-englischen Zweig, und auch sie startete ihre Procter & Gamble-Karriere im Herbst 2010. Bis vor kurzem war sie für das Markenmanagement von Oral-B verantwortlich und ist nun im „Pharmateam“ und kümmert sich um die Marken Clearblue und Persona.