Kategorie: Pressemitteilungen, Allgemein
Author: esb/pr-krk, os
Länder-Rating in staatliche Hände
Prof. Dr. Schneck weltweit zitiert
Am Freitag, 11.11.2011 twitterte die ganze Welt über die Ratingpanne von Standard & Poors, die offenbar aus Versehen Frankreich um eine Ratingstufe herabgesetzt hatten. Die weltweit agierende Ratingagentur, die bereits bei den letzten Finanzmarktkrisen in die Kritik geraten war, dementierte umgehend und sprach von einem technischen Fehler.
Die politische Aufregung weltweit war groß und so war es auch kein Wunder, daß der deutschlandweit bekannte Ratingexperte und ESB-Dekan Prof. Dr. Ottmar Schneck von den Medien am Wochenende zu den Vorkommnissen befragt wurde. Seine These, daß Länderratings nun in die Hände einer unabhängigen öffentlichen Einrichtung, wie der ESMA gehören, hat hohe Wellen geschlagen, sprach er doch aus der Seele vieler Politiker, denen die Macht der Ratingagenturen längst zu weit geht.
Nach einem dpa-Interview mit Schneck und seinen Aussagen in einigen Rundfunksendern der ARD, sollte eine private Ratingagentur keine Länder raten dürfen, bzw. wie es bisher der Fall ist, ein Ratinganalyst in London gleich für das Rating von 4-5 Ländern zuständig sein. „Ich würde mir das nicht zumuten, am Vormittag Griechenland und Polen und am Mittag Italien und Frankreich zu raten“ so Schneck in dem dpa-Interview.
Die am Sonntag vom EU-Kommissar Barnier vorgeschlagene Transparenz und Stärkung des Wettbewerbs durch ein Rotationsprinzip bei Ratings findet Schneck ebenfalls positiv.
Der NDR wird demnächst ein Feature senden, in dem Ottmar Schneck eine halbe Stunde live zu hören sein wird.
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