Kategorie: Allgemein, WIng
Author: esb/pr-sg; pkm
Logistik live: Exkursion der WING-Studenten am 28. und 29. November
Just in time bei der Daimler AG im vorderpfälzischen Germersheim, trotz unvermeidbarem B27-Stau, Vollsperrung der A8 bei Pforzheim und dichtem Nebel. So muss es eben sein im Logistikmanagement. 30 Masterstudenten besuchten anlässlich einer 2-tägigen Exkursion im Rahmen der Vorlesungen Distribution, Lagertechnik und Industrieller Ökologie das Mercedes Benz Global Logistic Center, den Rheinhafen in Karlsruhe und die BASF in Ludwigshafen.
Die Daimler AG scheint keine Nachwuchssorgen zu haben. Nur so konnten sich die Exkursionsteil-nehmer die knapp 1-stündige Führung im Schnelldurchlauf durch das das Klein- und Mittelteile-Zentrallager in Germersheim erklären. Fachfragen bitte per E-Mail! Nach einem Zwischenstop im nächsten MacCoffee ging dann aber bei der nächsten Station die Post im wahrsten Sinne des Wortes ab.
40 Jahre Begeisterung und Engagement für die Entwicklung des Karlruher Rheinhafens sprühten förmlich über. Gerhard Hildebrand, stellvertretender Hafendirektor der Rheinhäfen Karlsruhe, konnte begeisternd rüberbringen, wie sich der Hafen über die letzten Jahrzehnte zum siebtgrößten Binnenhafen Deutschlands entwickelt hat und dabei immer auf der Höhe der Zeit geblieben ist. Neben der Infra- und Technikstruktur waren eine geschickte Standortstrategie und –entwicklung maßgebliche Erfolgsfaktoren für den Hafen, der heute mit 5000 Beschäftigten eines der wichtigsten Gewerbegebiete von Karlsruhe ist. Im Rahmen der Klimaschutzziele kommt der Binnenschifffahrt als umweltfreundlichstes Transportmittel und damit dem Rheinhafen eine besondere Bedeutung zu.
Begeistert von den Ausführungen des alten Hasen ging die Exkursionsgruppe dann über zum Abendprogramm. Die Heidelberger Kulturbrauerei überzeugte selbst die fünf bayerischen Exkursionsteilnehmer. Süffig, geschmackvoll, Lust auf mehr – so muss ein Bier sein. Dass um 11 Uhr Nachts der Tag noch nicht vorbei ist, zeigte der größte Teil der Gruppe. In einer Altstadtkneipe, gerade groß genug für die Mannschaft, wurde das Social Event bis 2 Uhr morgens weitergeführt.
So wie es sich gehört, erschien die Gruppe zumindest äußerlich fit um 7:30 am Frühstücksbuffet der Heidelberger Jugendherberge und pünktlich und geschniegelt bei der BASF in Ludwigshafen.
Die BASF bot ein sehr engagiertes fast 9-stündiges Mammutprogramm mit 6-köpfiger Betreuung (z.T. ehemalige ESB-Absolventen). Nach einer Einführung über das Produktportofolio und die globale Präsenz des Unternehmens standen eine Werksführung vom Eingang der Rohprodukte und die verschiedenen Produktionsschritte auf dem Programm. „Verbundstandort“, die extrem effiziente Nutzung der wertvollen Rohstoffe und der eingesetzten Energie, war das Zauberwort, welches es nach BASF-Angaben sogar in den englischen Sprachwortschatz geschafft hat. Für die Logistiker konnte die BASF mit dem Kombiverkehrsterminal auch einiges bieten. Am Nachmittag standen sehr engagierte Vorträge über nachhaltige Logistik und Produktion auf dem Programm. Sehr überzeugend konnte die BASF vermitteln, dass selbst in einem Unternehmen mit 110.000 Mitarbeitern sehr kleine Einheiten einen großen und sichtbaren Beitrag für das Unternehmen leisten können. So umfasst die Arbeitsgruppe für nachhaltige Logistik gerade einmal 5 Mitarbeiter und das Thema nachhaltige Produkte bearbeiten hoch motiviert 25 Mitarbeiter.
Sichtlich erschöpft von den vielen Eindrücken ging es dann deutlich nach der Rush-Hour wieder zurück nach Reutlingen. Die Stimmung der ESB-ler war bei sehr ausgeprägter Disziplin immer hervorragend. Die Exkursionsteilnehmer haben positive und wertvolle Eindrücke mitgenommen und waren gleichzeitig gute Botschafter der Hochschule Reutlingen. So machen Exkursionen richtig Spaß.
Auch aus Studentensicht fand die Exkusion großen Anklang - Daniel Dröschel, Student im Masterstudiengang Produktionsmanagement:"Der Besuch bei der BASF war der Höhepunkt der Exkursion. Nach einem multimedialen/interaktiven Empfang im Besucherzentrum, welches das Kind in manch einem Studenten weckte, wurde das über 10 km² große Areal besichtigt. Dieses beherbergt ein Kraftwerk unzählige Fabriken, über 2000 km Rohrleitung, einen Hafen, sowie ein Logistikzentrum mit hochmodernem Kombiverkehrsterminal für intermodalen Verkehr. Der Nachmittag wurde mit leckeren Häppchen, einem angenehmen Austausch mit ESB Alumni/BASF Mitarbeitern gestaltet und mit hoch interssanten Vorträgen zum Thema Nachhaltigkeit, Logistikstrategie zur Erschließung Chinas und Einstiegsmöglichkeiten bei der BASF abgerundet."
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Besuch bei BASF, Ludwigshafen |
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Besuch bei Daimler, Germersheim |





