09.10.2017

Internationalität leben

Graduierungsfeier der ESB Business School der Hochschule Reutlingen

Die ESB Business School Absolventen feierten am Samstag ihren Abschluss und "ein Zuhause, das man überall bei sich trägt". Fotos: Hochschule Reutlingen/Bolay
Die Absolventen feierten am Samstag ihren Abschluss und "ein Zuhause, das man überall bei sich trägt". Fotos: Hochschule Reutlingen/Bolay

Von: Lena Jauernig

375 Studierende feierten am vergangenen Samstag in der Reutlinger Stadthalle ihre Graduierung. Vertreter von Fakultät, Hochschule und Stadt sowie Festredner Jens Schwanewedel, ESB-Alumnus und kaufmännischer Geschäftsführer der Holtzbrinck Publishing Group, gratulierten. ESB-Emeritus Prof. Dr. Hans Jörg Tümmers bekam im Rahmen der Feier die Ehrensenatorenwürde der Hochschule Reutlingen verliehen.

Am Ende ihres Studiums nehmen Theresa Wehmeier, Yannik Mangold und Tessy Ewert mehr als ein Zeugnis mit: „A Home to Go“, ein Zuhause, das man überall bei sich trage, sei die ESB Business School für sie geworden, sagten die drei Studierendenvertreter.

Ihre Rede hielten sie vor großem Publikum. Die Reutlinger Stadthalle war voll belegt, als am vergangenen Samstag 375 Bachelor- und Master-Absolventinnen und Absolventen mit Familien und Freunden ihren Abschluss feierten. Da am Reutlinger Campus rund 100 Nationen studieren, waren auch etliche internationale Gäste angereist.

Die gelebte Internationalität an der ESB Business School unterstrichen auch die Gratulanten Alexander Kreher, Finanz- und Wirtschaftsbürgermeister der Stadt Reutlingen, sowie Dr. Frank Peter Pawlak, Vizepräsident des ESB Reutlingen Alumni e.V., in ihren Reden.

„Heute vereint Sie der erfolgreiche Abschluss ihres Studiums“, gratulierte Prof. Dr. Andreas Taschner, Dekan der ESB Business School. „Aber wir feiern etwas noch Großartigeres: die Vielfalt, die Sie an die ESB bringen.“ Vielfalt sei ein Geschenk, keine Gefahr, so Prof. Dr. Taschner. Er ermutigte die Absolventen, für Offenheit und Toleranz einzutreten.

„Wer könnte besser für Offenheit eintreten als ihr? Ihr habt im Studium erlebt, was Leben und Lernen über Länder und Nationen hinweg bedeuten“, betonte auch Festredner Jens Schwanewedel, ESB-Alumnus und kaufmännischer Geschäftsführer der Holtzbrinck Publishing Group. In seiner Rede ermutigte er die Studierenden, den schnellen Wandel unserer Zeit aktiv mitzugestalten. Für das Berufsleben empfahl er, statt nur auf Erfolg und Misserfolg auch auf die Lernkurve zu schauen. Zum Abschluss erinnerte er daran, dass zum Erfolg immer auch Glück gehöre. Man solle versuchen, Anderen etwas vom eigenen Glück zurückzugeben.

Weil sie letzteres getan haben, wurden im Rahmen der Graduierungsfeier wieder einige Absolventen vom Förderverein V.I.M.A e.V. ausgezeichnet: Philipp Brandt (MSc International Business Development) setzte sich für die Flüchtlingshilfe ein. Michael Marx (BSc International Business) engagierte sich in der Studierendenorganisation „IB Vision“, die sich für das interkulturelle Miteinander am Campus stark macht. Benjamin Strobel stellte gemeinsam mit Ludovic Ducrotoy, Sjoerd Hopman, Kirsten Lang und Patricia de Lucas Gómez (BSc International Management Double Degree) die diesjährige „Cycling for Charity“ Spendenradtour auf die Beine. Sie warben 34.500 Euro für zwei Hilfsorganisationen ein. Alle V.I.M.A e.V. Preisträger spenden die Preisgelder in Höhe von je 500 Euro an „ihre“ Projekte.

Eine besonders hohe Auszeichnung erhielt an diesem Abend ESB-Emeritus Prof. Dr. Hans Jörg Tümmers: Hochschulpräsident Prof. Dr. Hendrik Brumme verlieh ihm die Ehrensenatorenwürde der Hochschule Reutlingen. Prof. Dr. Tümmers war von 1979 bis 1987 Dekan der ESB, damals stand die Abkürzung noch für „Europäisches Studienprogramm für Betriebswirtschaft“. Er gründete das erste gemeinsame, voll integrierte Studienprogramm mit Partneruniversitäten in Frankreich und England, das mit einem Doppelabschluss endete. Damit legte er einen Grundstein für das internationale Profil und Netzwerk der ESB Business School, die heute über 100 Partnerhochschulen hat. „Sie haben einen großen Fußabdruck hinterlassen“, betonte Prof. Dr. Brumme.

Stimmungsvoll umrahmt wurde die Feier von der Cellogruppe „CELLOnly“, deren junge Musiker gerade eine Ausbildung in einer studienvorbereitenden Klasse erhalten und seit 2013 unter der Leitung von Lisa Neßling in dieser Formation zusammenspielen. Mit ihren pfiffigen Einlagen brachten sie den kompletten Saal zum Mitklatschen.