Weltkarte der Partnerhochschulen der ESB Business School
04.01.2017 | News, BSc International Business (IB), MSc International Business Development, MSc International Accounting, Controlling and Taxation

World Climate Simulation

Rollenspiel schärft Bewusstsein für den Klimawandel

Von: Joshua Ruiz Sportmann, Kathrin Zirn, Novak Dobrosavljevic, Florian Kapmeier

Bei der UN-Klimakonferenz im vergangenen November in Marrakesch verhandelten Delegierte aus mehr als 150 Ländern der Welt über eine Verminderung der Treibhausgasemissionen, so dass die Temperaturerhöhung der Atmosphäre auf 2°C oder, wie von einigen Ländern gefordert, 1.5°C gegenüber vorindustrieller Zeit begrenzt wird. Die Verhandlungen verliefen vielversprechend, aber zäh – und die Beurteilung der Ergebnisse ist auf den ersten Blick schwierig. Sind die gemachten Vorschläge ausreichend oder sind größere Anstrengungen nötig? Um sich ein besseres Bild machen und eine eigene Meinung bilden zu können, entwickelte Prof. Dr. Florian Kapmeier eine Simulation der Klimaverhandlungen mit dem World Climate-Rollenspiel, an dem Studierende der Programme BSc International Business (IB), MSc International Business Development (IBD) sowie MSc International Accounting and Taxation (IATC) teilnahmen.

Für das Rollenspiel übernahm die Gruppe von ca. 50 Studierenden die Verhandlungspositionen von UN-Delegierten verschiedener Länder, die sich über die Auswirkungen des Klimawandels informieren und eine Vereinbarung über Umwelt- und Industriepolitik treffen sollten. Die von den „Delegierten“ vorgetragenen Vorschläge wurden in den an der MIT Sloan School of Management auf Basis von System Dynamics entwickelten C-ROADS-Simulator eingegeben, mit dem sich künftige Entwicklungen und Konsequenzen der CO2 Emissionen und des Klimawandels prognostizieren lassen. Der C-ROADS-Simulator reproduziert die Prognosen dreidimensionaler Klimamodelle und liefert schnell Ergebnisse. Auch die Delegierten der „echten“ UN-Klimaverhandlungen nutzen dieses Modell zur Überprüfung von Vorschlägen.

Die Erreichung des Ziels – eine Begrenzung des Temperaturanstiegs bis 2100 auf weniger als 2°C gegenüber vorindustrieller Zeit – erwies sich als schwierige Herausforderung. Sie kann, so das Ergebnis der Simulation, nur bewältigt werden, wenn alle Länder und Interessensgruppen zusammenarbeiten, das Allgemeinwohl im Auge behalten, Ressourcenmanagement betreiben und ab sofort aktiv handeln. Um den Klimawandel zu bekämpfen, werden Investitionen in erneuerbare Energien, neue Technologien, innovative Lösungen und ein tief greifender gesellschaftlicher Wandel benötigt.

Die Teilnehmer an der Simulation zogen ein eindeutiges Fazit: “Für uns als Millenials und Business-Studierende ist es von enormer Wichtigkeit, dass wir viel weiter gehen und unser Handeln radikal ändern müssen. Wir haben keine Zeit mehr für langsame Verhandlungen - schnelles und entschlossenes Handeln ist nötig. Es reicht nicht, nur Glühbirnen auszutauschen. Wir freuen uns, auch Themen der Nachhaltigkeit hier an der ESB Business School zu behandeln.”

Die World Climate Simulation kann kostenlos unter folgendem Link gespielt werden: https://www.climateinteractive.org/