Studenten forschen Logistik-Lernfabrik der ESB Business School

Aktivitäten

Im Überblick

Die Zusammenarbeit von international führenden Universitäten und Einrichtungen sowie die gegenseitige inhaltliche Befruchtung von Forschung und Lehre durch einen permanenten Austausch in den oben genannten Forschungsfeldern über mehrere Länder hinweg ermöglicht den Studierenden einen umfassenden Einblick in die Systeme der Produktion, der Logistik, der Manufaktur in einer realen wie auch virtuellen multinationalen Umwelt. Den Forschern werden die Möglichkeiten der Integration von unterschiedlichen Forschungsfeldern sowie deren konkrete Bearbeitung geboten. Den Lehrenden eröffnet sich ein neues Spektrum an Lehrmethoden und deren unmittelbare Anwendung.

Die Netzwerkpartner profitieren zudem vom Austausch über das „System Lernfabrik“ selbst und finden gemeinsam Antworten auf die Fragestellung, welche Optimierungsmöglichkeiten sich hier weiter bieten. Nutzung modernster Lernfabriken und Labore, welche diese ortsunabhängige Kommunikation und das gemeinsame Planen, Konstruieren, Designen, Modellieren und Organisieren über Standorte hinweg erst ermöglichen.

Aktivitäten im Netzwerk

Die Aktivitäten des NIL Netzwerkes umfassen das ´System Lernfabrik´. Das Ziel ist die Unterstützung der Mobilität und Standardisierung.

Bei der Standardisierung geht es vorrangig um eine Vereinheitlichung von Strukturen und Schnittstellen des Lernmanagementsystems, die Festlegung geeigneter Lehrmethoden und die Empfehlung geeigneter Lernumgebungen physisch und/oder virtuell, die Wiederverwendbarkeit und gemeinsame Nutzung von Lerninhalten durch einheitliche Dokumentationen, abgestimmte Zertifikate sowie die Möglichkeit von Kollaboration und Sicherstellung der Handhabbarkeit gehen. 

Bei den Arbeiten zum Aufbau des thematischen Netzwerkes „Standardisierung ´System Lernfabrik´“ werden die in Abb. 1 dargestellten sechs Perspektiven in Betracht gezogen.

Grundlage für die Arbeiten des internationalen Netzwerkes bildet die Arbeitsdefinition der ´Initiative on EUROPEAN LEARNING FACTORIES´:

 “A learning factory is a learning environment where processes and technologies are based on a real industrial site which allows a direct approach to product creation process. Learning factories are based on a didactical concept emphasizing experimental and problem-based learning. The continuous improvement philosophy is facilitated by own actions and interactive involvement of the participants.” [8th of May 2013]

Konferenzen

Konferenz „European Learning Factories“

Jedes Jahr findet eine Konferenz der „Initiative on EUROPEAN LEARNING FACTORIES“ unter Leitung und Organisation eines jeweils wechselnden Mitgliedes statt, wobei die übrigen Mitglieder sowie die industriellen Kooperationspartnern zur inhaltlich exzellenten Ausgestaltung der Tagung beitragen.

Eingeladen werden Partner aus Ausbildung, Industrie und Forschung um über den Stand der Technik, aktuelle Herausforderungen und einen Blick in die Zukunft zu präsentieren. Zusätzlich werden durchgeführte und geplante Aktivitäten dargestellt. 

Durch die periodische Berichterstattung über Ziele und Arbeitsstand des Netzwerks sollen Wahrnehmung und Reputation des Netzwerks in Wissenschaft und Industrie weiter gefördert werden.

Die nächste Konferenz findet statt am:

5th CONFERENCE ON LEARNING FACTORIES
Mai/Juni 2015 in Bochum, Deutschland an der Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Produktionssysteme unter der Leitung von Prof. Horst Meier

Strategietreffen

Strategische Entwicklung des Netzwerkes

Auf der Ebene der Professorinnen und Professoren, Netzwerkkoordinatoren und Nachwuchswissenschaftler findet zweimal jährlich ein Strategietreffen statt, um den Arbeitsfortschritt der einzelnen Standardisierungsaktivitäten zu diskutieren sowie inhaltlichen Beitrag für die nächsten thematischen Schritte zu leisten. Gemeinsam werden künftige Aktivitäten im Bereich Ausbildung, Forschung und Weiterentwicklung diskutiert, verabschiedet und Verantwortlichkeit zugeordnet.

Zusätzliche Treffen zur Abstimmung und Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten, auch im Hinblick auf Studienorganisation, gemeinsame Zertifikate, Anerkennung von Studienleistungen, Organisation der Summerschool oder möglichem Austausch von Studierenden und Forschern finden im Kreise der Hochschulkoordinatoren jährlich statt.

Workshop

Workshop zur inhaltlichen Ausgestaltung

Um die inhaltliche Ausarbeitung der Standardisierungsaspekte, die Konzeption der Lernmodule und der Summer School sowie die Definition gemeinsamer Ausbildungsprogramme voranzutreiben, werden pro Jahr mehrere Workshops stattfinden.

Folgende Aspekte stehen dabei im Vordergrund:

  • Etablierung eines unverwechselbaren Profils „Initiative on EUROPEAN LEARNING FACTORIES“ mit hohem Wiedererkennungswert und somit Steigerung der Attraktivität eines jeden einzelnen Partners
  • Etablierung des Standards „System Lernfabrik“ und Standardisierung u.a. der Datenübertragung und des Datenaustausches in der internationalen Wissenschaftscommunity
  • Lernmodule und Curricula (z.B. durch Mobilitätsfenster) sind so konzipiert, dass sie die Mobilität von Lehrenden und/oder Studierenden unterstützen
  • Die Standardisierung der Lernfabriksysteme ermöglicht eine Reduzierung des Vorbereitungs- und Einarbeitungsaufwandes von Gastdozenten u.a. durch die Bereitstellung einer gemeinsamen IT-Plattform zum kollaborativen Arbeiten, der Zurverfügungstellung von Lernmaterialien in unterschiedlichen Sprachen und der Bereitstellung von Handlungsempfehlungen in den Lernmodulen
  • Möglichkeit des kollaborativen Bearbeitens von Change Management Projekten mit internationaler Ausrichtung zum Kennenlernen verschiedener Sichtweisen und kulturell differenter Vorgehensweisen
  • Systemische Integration von interkulturellem Management aufgrund der Netzwerk-Struktur und dessen internationaler Aufstellung
  • Gemeinsame Ausbildungsprogramme stellen den Studierenden die bestmögliche Expertise und Infrastruktur zur Verfügung. Internationale Attraktivität wird erhöht
  • Gemeinsame Forschungsvorhaben zur Sicherstellung der Weiterentwicklung des Netzwerkes, des "Systems Lernfabrik" und seiner Teilaspekte. 

Kurzaufenthalt und Gastvorlesung

Gastvorlesungen bei den Partnern

Durch kurzzeitige Aufenthalte und Vorlesungen ausländischer Gastdozenten können Studierende bereits vor einem eigenen, längerfristigen Auslandssemester oder -studium das internationale Spektrum an Lehr- und Lernansätzen kennen und verstehen lernen. Pro Jahr der Projektlaufzeit sind drei Auslandsaufenhalte von Dozenten vorgesehen, wobei diese fachlich sowohl den Management- als auch den Technikhintergrund abdecken sollten. 

Studien- und Forschungsaufenthalte

Mobilität des Nachwuchses

Für deutsche Studierende soll die Möglichkeit von Aufenthalten an den ausländischen Partnereinrichtungen und für ausländische Studierende an den deutschen Universitäten und Hochschulen geschaffen werden, die sich -curriculumsunabhängig- in das eigentliche Ausbildungsprogramm des Studierenden integrieren lassen.

Zusätzlich sollen zum Know-How-Aufbau und -Transfer Forschungsaufenthalte von Nachwuchswissenschaftlern von bis zu vier Monaten realisiert werden. Jeder Partner des Netzwerkes soll über die gesamte Förderzeit je ein outgoing und incoming umgesetzt haben.

Summer School

International gemeinsam lernen

Die inhaltlichen Ergebnisse der Netzwerkarbeit sollen zum Gegenstand von Summer Schools gemacht werden, die im vorletzten und letzten Jahr des Projektzeitraums stattfinden.

Hierbei erhalten bis zu 30 exzellente Studierende aus allen Mitgliedsuniversitäten die Möglichkeit, im Rahmen eines kurzzeitigen Auslandsaufenthaltes über den Sommer hinweg anerkannte Studienleistungen mit starkem thematischem Fokus auf Planung und Betrieb von Lernfabriken zu erbringen.