Studenten forschen Logistik-Lernfabrik der ESB Business School

Mehrdimensionale Nachhaltigkeit

Inhaltlich: Die im NIL beteiligten Partner betreiben an ihren Universitäten und Instituten „Lehr- und Lernfabriken“ mit sich ergänzenden Lehrgebieten und Forschungsthemen. Durch die ergänzenden Forschungsgebiete wird erreicht, dass die komplette Wertschöpfungskette abgebildet werden kann. Die thematische Überlappung ermöglicht den Austausch von Erfahrungswissen zur inhaltlichen Qualitätssicherung. Ergänzend soll künftig durch Begleitungsforschungsprojekte die inhaltliche Qualitätssicherung weiter vorangetrieben werden. Ein weiterer Baustein für die Qualitätssicherung - und damit Nachhaltigkeit - ist der permanente Erfahrungsaustausch in Workshops, Konferenzen und der Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern, die ihre jeweilige Projekterfahrungen bspw. in summer schools einerseits weitergeben und neue Konzepte anderseits gemeinsam erarbeiten können.

Wirtschaftlich: Alle Lernfabriken haben gemeinsam, dass es sich um strategische Einrichtungen der Institute handelt und diese somit durch Ressourcen der Grundausstattung und –haushalte langfristig gesichert sind. Zusätzlich können Industriepartner durch die Zahlung von Beiträgen begrenzte Nutzungsansprüche an der Lernfabrik erwerben, um bspw. Mitarbeiterfortbildungen durchzuführen. Der finanzielle Beitrag dieser Unternehmen stellt eine substantielle Größe dar. Zudem werden für KMUs - für die eine reguläre Partnerschaft zu umfangreich wäre – kompakte Workshopreihen angeboten. Vereinzelt werden darüber hinaus Veranstaltungen von fremden Hochschulen für Studierende bestimmter Studiengänge durchgeführt. Unter Berücksichtigung der jeweiligen rechtlichen Gegebenheiten ist an einen Transfer dieses Modells auf die Netzwerkpartner gedacht.

Personell und organisatorisch: Neben den finanziellen Aspekten spielen auch insbesondere personelle und organisatorische Rahmenbedingungen für die Nachhaltigkeit des Lernfabrikkonzepts eine große Rolle. Der oben beschriebene Austausch von Koordinatoren, Wissenschaftlern und Studierenden, die beratende Einbindung von Unternehmen über das Advisory Board und Partnerschaftsverträge, die strategische Koordination über ein gemeinsam Direktorium, eine zentrale ansprechbare Referentenstelle, Begleitforschung und das Nutzen von internen und externen ‚benchmarks‘ ermöglichen einen strukturierten Kommunikationsprozess zur Entwicklung gemeinsamer Problemlösungskonzepte. Sie ermöglichen des Weiteren das Netzwerk als solches voranzutreiben, Verfahren und Prozesse zu optimieren und hohe organisatorische Qualitätsstandards beim jeweiligen Partner zu implementieren. Nur die ständige Weiterentwicklung und das Einarbeiten aktueller Forschungsergebnisse in die Schulungen erzeugen fortlaufend relevante und innovative Lehrinhalte. Neben der fachlichen Expertise erlangen die wissenschaftlichen Mitarbeiter durch Moderation und Coaching während der Workshops wichtige Kompetenzen in didaktisch-methodischen Bereichen. Geeignete Referenten, die ansonsten häufig nur sehr schwierig zu finden sind, werden auf diese Weise von den Forschungsgruppen kontinuierlich ausgebildet. Durch die Dokumentation von „Lessons Learned“ und Übertragung von Best Practices wird das thematische Netzwerk NIL den erfolgreich eingeschlagenen Weg weiter verfolgen.