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Kevin Hempel

"Erfolgskontrolle in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit

Zentrale Herausforderungen unter besonderer Berücksichtigung der Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit"

Die Entwicklungszusammenarbeit ist seit eh und je ein kontrovers diskutierter Politikbereich. Mit der Verabschiedung der ehrgeizigen Milleniumsentwicklungs-ziele im Jahr 2000 rückt nun ihre Erfolgskontrolle noch stärker in den Mittelpunkt.

Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass sich die Herausforderungen an die Erfolgskontrolle in den letzten Jahren zwar nicht grundlegend gewandelt, aber durchaus fokussiert haben. Und so werden neben dem noch jungen Ziel einer stärkeren Kohärenz unter dem Motto "Entwicklungszusammenarbeit aus einem Guss" auch alten Forderungen wie stärkerer Partizipation der Partner im Evaluierungsprozess eine für die Zukunft hohe Bedeutung eingeräumt. Die größte Herausforderung sehen aber alle Akteure in der Frage, wie die Wirksamkeit des eigenen Handelns, das heißt der tatsächliche Einfluss der geleisteten Entwicklungszusammenarbeit auf die Lebensbedingungen der in Armut lebenden Menschen, gemessen und nachgewiesen werden kann. Hier besteht noch großer Handlungsbedarf, zum einen was das gemeinsame Verständnis von Wirksamkeit, aber auch was die methodische Umsetzung von Wirkungsuntersuchungen angeht.

Um darüber hinaus auch die Legitimation von Entwicklungszusammenarbeit nach außen hin zu gewährleisten, muss es der Öffentlichkeit möglich sein, sich ein realistisches Bild über ihren Erfolg zu verschaffen. Dies ist bis dato jedoch definitiv nicht der Fall. Wie bereits einige Akteure erkannt haben, wird es daher für die Zukunft unausweichlich sein, mehr Transparenz zu erzeugen, und somit Vertrauen in die Entwicklungszusammenarbeit zu sichern.

Um dies zu ermöglichen, wird die Veröffentlichung von Evaluierungsberichten weiter zunehmen müssen und sollte insbesondere auch von den Nichtregierungsorganisationen gewährleistet werden. Die Verfügbarkeit allein ist entgegen dem bisherigen Verständnis jedoch nicht ausreichend. Wirkliche Transparenz wird nämlich nur dann erreicht werden, wenn gleichzeitig auch Vergleichbarkeit und Glaubhaftigkeit der Ergebnisse gegeben sind.