06.07.2020

Kompetenzentwicklung für die Fabrik der Zukunft

Internationale Experten aus Industrie und Wissenschaft tauschen sich virtuell aus

Industrie 4.0 wird häufig als die „nächste industrielle Revolution“ bezeichnet, da sie einen Paradigmenwechsel für die künftige Produktion und Logistik bedeutet. Die International Association of Business Engineering Professionals (IABEP) veranstaltete in Zusammenarbeit mit seinen Partnern, dem FESTO Competence Centre for Digitalisation, Technology and Innovation (CDTI) Singapur, der Technischen Universität München (TUM) Asien und der Deutsch-Singapurischen Industrie- und Handelskammer, ein Webinar zu den Konzepten von Industrie 4.0 und ihrer Auswirkungen auf Berufsausbildung und Geschäftspraxis.

Mehr als 60 Expertinnen und Experten aus Europa und Südostasien nahmen an diesem Webinar teil. Sie diskutierten über die Digitalisierung und den daraus folgenden Paradigmenwechsel in der Produktion und Logistik, der zur „Fabrik der Zukunft“ und Logistik 4.0 führt.

Prof. Dr. Andreas Taschner, Professor an der ESB Business School in Reutlingen und Vorsitzender des IABEP e.V., präsentierte verschiedenste Ergebnisse aus einer Studie der IABEP über die Adoption von digitalen Technologien in globalen Lieferketten. Volker Schmid und Fou Teck Kong von Festo Didactic stellten Megatrends der Industrie 4.0 und ihre Effekte auf sämtliche Ausbildungsbereiche dar. Hierbei betonten beide Referenten, dass die Digitalisierung kein Selbstzweck und Allheilmittel ist: "Wenn Sie „digital“ einfach auf eine kaputte Sache anwenden, werden Sie eine digitale kaputte Sache haben!“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssten digitale Technologien nicht nur verstehen, sondern sie auch beherrschen. Nur so könnten sie Prozesse verbessern und den Nutzen von Kunden vergrößern. Markus Wächter von der TUM Asia diskutierte wiederum den besonderen Ansatz Singapurs mit Blick auf die Industrie 4.0 und präsentierte den Smart Industrie Readiness Index (SIRI).

Während des Webinars beteiligten sich die Teilnehmenden an einer lebhaften Chat-Diskussion. Im Mittelpunkt der Fragen standen neben der Herausforderung, die IT-Affinität älterer Mitarbeiter zu stärken, auch die Rolle der Hochschulen bei der Weiterbildung. Ein deutliches Augenmerk lag dabei auf den neuen digitalen Technologien sowie auf den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen und Risiken, die sich aus der Digitalisierung ergeben. Besonders interessiert waren die Teilnehmenden daran, wie die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Industrie für Digitalisierungsinitiativen gestärkt werden könnten.

Das Webinar war der Kick-Off für einen zweitägigen Workshop, der im Herbst 2020 im Rahmen der IABEP stattfinden soll. Die International Association of Business Engineering Professionals (IABEP e.V.) ist ein weltweites, Non-Profit - Netzwerk aus Firmenmitgliedern und akademischen Institutionen. Zusammen besprechen und entwickeln sie interdisziplinäre Lösungen für globale Geschäftsaktivitäten. Die IABEP bietet eine internationale Plattform für den Austausch von Wirtschafts- und Ingenieursexpertise sowie Innovationswissen. Darüber hinaus bietet sie Zugang zu einer Gemeinschaft von Praktikern, Akademikern und Wirtschaftsverbänden, die sich mit den Herausforderungen der globalen Wirtschaft befassen. Die ESB Business School ist Gründungsmitglied der IABEP.

Festo Didactic ist Firmenmitglied der IABEP und Weltmarktführer in der technischen Aus- und Weiterbildung. Festo Didactic bietet ein breites Spektrum an Ausbildungs- und Beratungsleistungen, um die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden zu maximieren.