03.03.2016

Alumna - Bloggerin - Entrepreneur

Interview mit der ESB-Alumna Lisa-Ann Preuss

Nina Marleen Osterod

So schnell kann‘s gehen: seit einem Jahr den Bachelor in International Business in der Tasche und schon hat Lisa-Ann Preuss ihr eigenes Unternehmen gegründet. Sie berät sowohl kleine und mittelständische Unternehmen als auch Großkonzerne bei digitalen Marketingprojekten und auch in Sachen Promotion ist sie eine Expertin. Nebenbei schreibt Lisa-Ann einen Blog über Ihr Leben als Entrepreneur (www.LifeOfAnEntrepreneur101.com).

Begeistert erzählt die ehemalige ESB-Studentin im Interview von ihrem Unternehmen, LA Preuss Consulting (www.lapreuss.com), und von Ideen, Träumen, und dem Mut, seine Ziele in die Tat umzusetzen.                                                                                                                                                                                                       

2015 hast du deinen Abschluss in International Business gemacht. Wie kamst du auf die Idee, direkt nach deinem Bachelorabschluss ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Meine Bachelorarbeit habe ich über die Idee für ein Start-Up geschrieben. Ich wusste schon immer, dass ich das mal machen möchte und dachte, jetzt oder nie! Ich habe zuerst bei meiner Familie mit der Kundenakquise angefangen. Nach dem Abschluss fragen ja auch viele: Was machst du jetzt nach deinem Bachelor? So kann man dann gleich Kontakte zu neuen Kunden knüpfen. Das ging recht reibungslos.

 

Wie hast du deine Branche gefunden?

Zu Beginn meines Studiums war ich mir nicht sicher: soll ich eher in Richtung Marketing und Strategie gehen oder eher in Richtung Finance? Dann bin ich bei Danone gelandet und habe im Marketingbereich ein Praktikum gemacht und das hat mir richtig gut gefallen. Da wusste ich: Ja, das will ich machen. Bei meinem zweiten Praktikum habe ich dann einen tieferen Einblick in die digitale Welt bekommen. Ich war in Zürich bei Google und diesmal nicht im B2C-Bereich (business to consumer), sondern im B2B-Bereich (business to business). Das ist im Grunde genau das, was ich jetzt auch mache.

 

Wie unterscheidet sich dein Start-Up von anderen in der Branche? Was ist das Besondere an LA Preuss Consulting?

Bei mir ist viel Herz dabei, ich bin von morgens bis abends erreichbar und denke, das schätzen sehr viele Unternehmen. Neulich habe ich einen Anruf aus einer meiner Praktikums-Firmen bekommen, ob ich dieses Unternehmen unterstützen würde. Natürlich gäbe es dort intern auch passende Personen, aber ich glaube, man ist auf mich zurückgekommen, weil ich immer zu erreichen bin und sehr zuverlässig arbeite.

 

Du schreibst von einer „verrückten“ neuen Geschäftsidee. Welche Adjektive sollte ein erfolgreicher Entrepreneur deiner Meinung nach heutzutage mitbringen? Oder anders gefragt: braucht man verrückte Ideen um durchzustarten?

Ich glaube wichtig ist, dass man den Mut hat, das zu verfolgen, was man gerne macht. Es gibt viele tolle und verrückte Ideen, aber ich glaube auf die Idee kommt es gar nicht so sehr an wie auf die Umsetzung. Das zu machen braucht Mut und Durchhaltevermögen. Und Personen, die den Sprung ins kalte Wasser wagen, sei die Idee verrückt oder nicht, lassen beim ersten Misserfolg nicht gleich los und geben auf.

 

Du schreibst in deinem Blog (www.LifeOfAnEntrepreneur101.com), dass du andere ermutigen willst, ihren Traum wahrzumachen. Wie verändert das Geschäftsleben deine Träume?

Meine Träume sind zu kleinen Zielen geworden. Früher war mein großer Traum, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Plötzlich, wenn man davorsteht, muss man sich den Traum in viele kleine Ziele aufteilen und nacheinander zuerst die einen abhaken, dann kommen die nächsten und so geht es immer weiter. Ich glaube dann erreicht man seine Träume auch irgendwann.


Eine letzte Frage: Was hat dir im Studium für deine Karriere am meisten genützt? Welchen Tipp hast du für uns Studenten?      

Am meisten genützt hat mir das Zusammenspiel aus allen Fächern. Denn selbst wenn du ein digitales Marketingunternehmen gründest, kannst du nicht nur Marketing machen. Man muss natürlich auch Rechnungen schreiben und da ist es gut, wenn man von Finance und Accounting noch weiß wie das ging. Aber auch nach dem Studium kann man noch vieles dazulernen und sollte hin und wieder Vorträge besuchen.

Was ich allen Studierenden weitergeben möchte: Erwartet nicht, dass alles nur aus dem Studium zu euch kommt. Ihr müsst die Augen offen halten für Neuigkeiten, für Veränderungen, Innovationen, ab und zu Zeitung lesen, andere kennenlernen. Und vor allem, immer euer Bestes geben!