11.04.2016

Im Leben die Verantwortung nicht vergessen!

Graduierungsfeier der ESB Business School in der Reutlinger Stadthalle

Stefanie Giebert

„Wow, what a sight to behold“ - was für ein toller Anblick! Festredner Uwe Wazynski von der Robert Bosch GmbH ist sichtlich beeindruckt. Vor ihm sitzen ungefähr 200 Absolventinnen und Absolventen en der BWL- und Managementstudiengänge der ESB Business School. Festlich in Talar, Schärpe und Hut erwarten die jungen Menschen ihre Graduierung. Sie haben nun ihren Bachelor- oder Masterabschluss in der Tasche und das (Berufs-)leben steht ihnen offen. Wazynski, langjähriger Personalleiter, hat ihnen dafür einige Ratschläge mitzugeben. Nachdem er das Publikum aus Respekt für die internationalen Studierenden und ihre Familien – die teilweise extra für diese Feier von weither angereist sind – auf Englisch begrüßt hat, folgen die Empfehlungen dann doch auf Deutsch. „Was macht einen erfolgreichen Mitarbeiter aus?“ - das wird er als Personalleiter oft gefragt. Für Wazynski sind es vor allem drei Dinge: Haltung, Verantwortungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit.

Haltung zeigt für Wazynski jemand, der authentisch ist, Zuversicht ausstrahlt und sich selbst und andere wertschätzen kann. Dass dabei Humor oft hilfreich ist, andererseits aber realistische Einschätzung von Fähigkeiten und Zielen unabdingbar sind, möchte er den zukünftigen Managern mitgeben.

Man sage ihrer Generation oft nach, dass sie sich zu sehr um sich selbst drehe – daher Ganz ist ihm auch sehr wichtig, dass die jungen Menschen Verantwortung übernehmen. Und schließlich: Anpassungsfähigkeit – die sei jedoch nicht zu verwechseln mit Angepasstheit! Vielmehr brauche es in einer sich ständig verändernden Welt – von Industrie 4.0 bis Flüchtlingskrise – Menschen in Unternehmen, die flexibel reagieren können. Dabei spielen seiner Ansicht nach auch noch eine große Rolle: Neugierde, Resilienz, also die Fähigkeit, mit Niederlagen umzugehen, und die Bereitschaft verschiedene Sprachen – Fremdsprachen oder Fachsprachen – zu sprechen. Heute sei allerdings erst einmal die Sprache des Feierns gefragt. 

Auch die Studierendenvertreterin Eleftheria-Eleni Kapourani blickt in ihrer Rede auf Arbeit und Feiern zurück. Auf ein Studium mit vielen Nachtschichten für Referate und Klausuren, aber auch unvergesslichen Parties und einer tollen Zeit mit vielen studentischen Initiativen, sei es bei der UNO-Simulation in New York oder in der Nachhaltigkeitsgruppe Enactus.

Die Vertreter von Fakultät und Hochschule, Dekan Prof. Dr. Ottmar Schneck und Präsident Dr. Hendrik Brumme sowie, stellvertretend für die Stadt Reutlingen, Wirtschaftsbürgermeister Alexander Kreher geben den Absolventen gute Wünsche mit auf den Weg. Vielleicht werde ja der eine oder die andere einmal in ein Reutlinger Unternehmen zurückkehren? Die Zukunft wird es zeigen. Heute, so Kreher, sei er aber erst mal stolz auf alle Absolventen und natürlich auf die Hochschule Reutlingen.