24.01.2019

Spannende Lösungsansätze für Forschung und Industrie

Projektpräsentationen des Masterstudiengangs Operations Management  

Projektpräsentationen im Masterstudiengang Operations Management der ESB Business School.
Projektpräsentationen im Masterstudiengang Operations Management der ESB Business School.

Wer den Masterstudiengang Operations Managementder ESB Business School wählt, erlebt bereits im Studium, wie unter Realbedingungen Projekte aus Produktion oder Logistik abgewickelt werden. In zwei von insgesamt drei Semestern bearbeiten die Studierenden in Kooperation mit Industrie und Forschung praxisnahe Aufgabenstellungen.

In Teams von sechs bis acht Studierenden erarbeiten sie an zwei bis drei Tagen pro Woche eigenverantwortlich Lösungskonzepte. Das zur Bearbeitung der Projekte notwendige Fachwissen aus den Bereichen Technik, Betriebswirtschaftslehre, Logistik und Produktion erwerben die Studierenden begleitend in den Vorlesungen.

Die Projektergebnisse dieses Semesters wurden am vergangenen Donnerstag in großem Rahmen vorgestellt. Neben Vertretern der Unternehmen und Forschungsinstitute verfolgten auch die betreuenden Professoren interessiert die Präsentationen und besuchten die Informationsstände der Projektgruppen. Nachfolgend werden die Projektinhalte kurz vorgestellt.

Themenbereich 1: Arbeitsorganisation
Im Rahmen des Projektes „Ideenfindung, Zusammenarbeit und Innovation in F&E-Kooperationsplattformen am Beispiel der ARENA2036“ erstellte ein Projektteam in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) eine wissenschaftliche Studie. Die Studierenden thematisierten dabei insbesondere, wie Kooperationen und Ideenfindungsprozesse in einem innovativen Umfeld zu gestalten sind. Ebenfalls in Kooperation mit dem Fraunhofer IAO beschäftigte sich ein anderes Team mit der Frage, wie eine agile Arbeitsorganisation auf dem Shopfloor der Zukunft im Kontext der Industrie 4.0 aussehen kann.

Themenbereich 2: Anwendungsorientierte Forschung
Ein Projektteam entwickelte in Kooperation mit der Stadt Reutlingen ein Konzept für eine effektive und nachhaltige Citylogistik. Ziel des Projektes war es, ein ganzheitliches und visionäres Citylogistik-Konzept für die Stadt Reutlingen unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen im Jahr 2030 zu entwickeln und anhand von Szenarien zu modellieren. Im Rahmen eines weiteren Projektes am Reutlinger Zentrum Industrie 4.0 erstellte ein Projektteam in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA eine Studie über Technologieanwendungen in kleinen und mittleren Unternehmen in Baden-Württemberg. Hierzu wurden Unternehmen telefonisch und persönlich zu ihren innovativen Technologien sowie zu ihrem Technologiestand im Themenbereich Digitalisierung/Industrie 4.0 befragt. In Kooperation mit der ESB Logistik-Lernfabrik arbeitete ein weiteres Projektteam im Rahmen des Forschungsantrages "Kollaborativer Routenzug 4.0" an der Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes für ein kollaboratives Routenzugsystem. Ein Fokus lag dabei auf der Integration der neuesten Hardware, wie fahrerlose Transportsysteme, Robotik, Smart Glasses und 3D-Drucker.

Themenbereich 3: Lösungen für die Industrie
In Zusammenarbeit mit der Wafios AG wurde im Projekt „Alles im Fluss: Störungsfreie Materialversorgung der Produktion“ der Ist-Materialfluss der Produktion aufgenommen. Das Team identifizierte und bewertete Störgrößen und definierte Kennzahlen. Es folgt ein darauf aufbauendes Projekt im nächsten Semester. Ein weiteres Projektteam erarbeitete im Rahmen des Projektes „Entwicklung eines B2B-Geschäftsmodells zur Umsetzung eines digitalisierten Kundenauftragsprozesses“ ein Konzept für einen Online-Konfigurator für Hydraulikkomponenten im B2B-Bereich der HAWE Hydraulik SE. In Kooperation mit der Bonduelle Deutschland GmbH erstellte ein weiteres Projektteam ein Wissensmanagementsystem, welches in die vorhandene IT-Struktur integriert wird. Dort werden vorhandene sowie neue Schulungsunterlagen eingebunden. Zudem definierte das Team Vorgaben für zukünftige Schulungsunterlagen, die Medienart sowie die Art der Unterlagen betreffend.

Die beteiligten Forschungs- und Industriepartner waren sich darüber einig, dass die Projektergebnisse in diesem Semester relevante Nutzenpotenziale für die Unternehmen und Forschungseinrichtungen generieren. Die Studierenden konnten durch die Semesterprojekte wertvolle Industrieerfahrung beziehungsweise erste Erfahrungen im Forschungsumfeld sammeln und dadurch fachliche und soziale Kompetenzen im unmittelbaren Anwendungsfall festigen. Insgesamt also eine optimale Symbiose als Antwort auf die Herausforderungen der Arbeitswelt.