11.12.2017

Wie geht Rating?

Moody's stuft Indien hoch - aber warum? Gastvorlesung an der ESB Business School

Emektar, Mahir, 1. Semester MSc IACT

Nach fast 14 Jahren stuft die US-Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit Indiens hoch und das kommt auf den Märkten gut an. Doch wie entsteht so ein Rating und welche Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle? Wie werden Unternehmen oder ganze Länder bewertet? Warum gibt es Unterschiede bei den Ratings der verschiedenen Agenturen?

Moritz Melsbach, Leiter eines Teams von Junior Analysten im Corporate Finance Bereich in den Büros Frankfurt und Stockholm der Ratingagentur Moody's gab im Rahmen der Vorlesung „International Accounting“ bei Prof. Dr. Wader den Masterstudierenden des MSc International Accounting, Controlling and Taxation Einblicke in seine Arbeitsgebiete.

Sein Überblick über Ratings im Allgemeinen und Corporate Ratings im speziellen verdeutlichte, dass Ratings mehr sind als eine rein kennzahlenbasierte Analyse. Qualitative unternehmensspezifische Faktoren sowie allgemeine Marktentwicklungen fließen ebenso ein. Die Arbeit eines Kreditanalysten ist also durchaus abwechslungsreich.

In der anschließenden Diskussion wurde Melsbach auch gefragt, was die ESB Business School für Moody's interessant mache. Seine Antwort: „Wir sind europaweit ständig auf der Suche nach jungen Talenten für alle von uns gerateten Assetklassen (Corporates, Project & Infrastructure Finance, Financial Institutions, Sovereigns, Sub-Sovereigns), vorwiegend in Frankfurt und London. Ich hoffe ich konnte vermitteln, dass der Beruf eines Ratinganalysten eine interessante Option für Berufseinsteiger und „Young Professionals“ ist.“