18.12.2017 | ESB Topnews

1,7 Mio. Euro für ESB Logistik-Lernfabrik und 3D-Druck

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben ECHO

Von: Lilith Langeheine

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben ECHO unter der Leitung von Prof. Dr. Vera Hummel mit insgesamt 1,7 Millionen Euro. Die Industrie 4.0 Pilotfabrik der Hochschule Reutlingen wird um zahlreiche Anlagen erweitert und noch moderner gemacht. Hochleistungs-3D-Drucker in den Fakultäten ESB Business School, Angewandte Chemie und Technik eröffnen den Forschenden ganz neue Möglichkeiten.

„Bei uns ist jetzt schon Weihnachten“, sagt Prof. Dr. Vera Hummel, Leiterin der ESB Logistik-Lernfabrik, der Industrie 4.0 Pilotfabrik der Hochschule Reutlingen. Tag für Tag kommen neue Päckchen, Smart Wearables, Laser, Sensoren, kollaborative Roboter, intelligente Logistiksysteme und 3D Drucker – Geräte, die dringend nötig sind, um aktuelle Forschungsfragen zu lösen. Die Lernfabrik versteht sich als Testfeld für die digitale und physische Fabrik von morgen im Kontext Industrie 4.0. Angehende Wirtschaftsingenieure der ESB Business School können hier die neuesten Technologien rund um Industrie 4.0 ausprobieren. Auch Unternehmen aus der Region sind eingeladen, innovative Fertigungsprozesse zu testen und für eigene Herausforderungen gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Mensch und Maschine arbeiten hier Hand in Hand.

Auch drei additive Fertigungsanlagen, die mit der Lernfabrik vernetzt werden sollen, wurden im Rahmen von ECHO ausgewählt. Sie ermöglichen den Druck unterschiedlichster Materialien und fertigen Bauteile jeder Größe, vom Nano- bis in den Makrobereich. Für und gemeinsam mit den Unternehmen der Region möchte die Hochschule additive Fertigungstechnologien noch besser verstehen und vorantreiben. Die 3D-Drucker versprechen ganz neue Entwicklungen. Der Drucker bei Prof. Dr. Karsten Rebner etwa druckt Bauteile im Nanobereich, ein paar zehntausendstel Millimeter klein. „Damit können wir zum Beispiel Komponenten für neuartige Nanospektrometer drucken, die eine große Rolle in der Biomedizin spielen“, erläutert Rebner. Der Drucker bei Prof. Dr. Helmut Nebeling eignet sich insbesondere für die wirtschaftliche Produktion von Kleinserien mit komplexer Geometrie und extrem kleinen Wandstärken. Das Gerät bei Prof. Dr. Vera Hummel kommt bei Produkten mit integrierten Funktionen aus unterschiedlichen Materialien zum Einsatz. Es druckt auch Bauteile im Makrobereich, wie etwa Vorrichtungen und technische Hilfsmittel für die Lernfabrik.