13.12.2017

Mein erster Porsche

Das erste Semester des Masterstudiengangs International Business Development (IBD) zu Besuch beim Autobauer in Zuffenhausen

Von: Tim Krey

Schnelle Autos für helle Köpfe: Für das erste Semester des Masterstudiengangs International Business Development (IBD) ging es von Reutlingen aus am 8. Dezember nach Stuttgart-Zuffenhausen. Noch vor dem offiziellen Empfang durch eine Mitarbeiterin der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, konnten sich die Studierenden im Porschemuseum umschauen und die Geschichte des Unternehmens hautnah miterleben. Von Wagen aus den beschaulichen Anfängen über die schwierige Zeit des Nationalsozialismus bis hin zu siegreichen Sportwagen und absoluten Traumautos war alles dabei.

Der offizielle Teil begann mit einer Unternehmensvorstellung durch den Personalreferenten Florian Paul, der alle wichtigen Daten und Fakten zu Porsche präsentierte und auf die zahlreichen Einstiegsmöglichkeiten für Studenten bzw. Absolventen verwies.

Anschließend skizzierten drei IBD-Alumni ihren Weg zu Porsche und stellten ihre jeweilige Tätigkeit im Unternehmen vor. Sehr interessant waren die unterschiedlichen Aspekte und Bereiche, die bei diesen Vorträgen beleuchtet wurden. Aline Zenger ist durch ihre Position an der Fahrzeugentwicklung beteiligt und muss dabei die Erwartungen der Kunden mit der technischen Machbarkeit und der industriellen Herstellung unter einen Hut bringen. Danach schilderte Teresa Romer die Herausforderungen aus der Sicht des Marketings bzw. der Vertriebsplanung in der Sicherstellung marktindividueller Absatzziele. Ein Großteil ihrer Arbeit besteht in der Steuerung und Optimierung der Einzelmärkte in Verbindung mit dem Vereinen von marktspezifischen Wünschen mit dem Unternehmensfokus. Abschließend stellte Ulrich Metzger den Bereich After Sales und das daran gebundene Supply Chain Management vor. Eine der größten Herausforderungen in diesem Gebiet ist, bei möglichst geringem Teilebestand eine möglichst hohe Teilverfügbarkeit aufzuweisen. Trotz der hohen Individualisierung der Wagen schafft es Porsche, 98,1% der angefragten Teile sofort verfügbar zu haben.

Gemeinsam mit den Alumni ging es dann in die (im Übrigen exzellente) Porsche-Kantine zum Mittagessen. Diese Gelegenheit für individuelle Fragen wurde ausführlich genutzt bevor es zur Werksführung weiterging. Eingeteilt in zwei Gruppen bekamen die IBD-Studierenden von zwei sehr erfahrenen Mitarbeitern, die immer wieder kleine Anekdoten parat hatten, die Motorenherstellung und die Montagehalle mit der Produktionsstraße gezeigt. Es wurde deutlich, dass in jedem hergestellten Fahrzeug noch deutlich mehr Handarbeit steckt als vermutet.