05.07.2018 | ESB Topnews, MSc Operations Management

Optimale Vorbereitung auf die Arbeitswelt

Studierende des Masterstudiengangs Operations Management präsentieren ihre Praxisprojekte

Projektpräsentationen des Masterstudiengangs Operations Management
Projektpräsentationen des Masterstudiengangs Operations Management

Von: Patrick Richter

Die Studierenden des Masterstudiengangs Operations Management (MOM) der ESB Business School bearbeiten im Rahmen ihres Studiums praxisnahe Projekte aus Produktion und Logistik in Kooperation mit Industrie und Forschung. Die Projektergebnisse dieses Semesters stellten die Studierenden gestern in großem Rahmen vor. Neben betreuenden Professoren kamen auch Vertreter der Unternehmen und Forschungsinstitute auf den Campus, verfolgten gespannt die Präsentationen und besuchten die Informationsstände. Die Projekte, die von Teams von etwa acht Studierenden an zwei Tagen in der Woche bearbeitet wurden, widmeten sich drei Themenblöcken:

Themenblock 1: Logistikoptimierungen

Im Projekt Container 4.0 beschäftigte sich ein Projektteam mit der Zukunft der Containerlogistik. Dieses Projekt erfolgte in Kooperation mit der Bosch Connected Devices and Solutions GmbH. Das Team entwickelte ein branchenübergreifend anwendbares Modell, welches einem Unternehmen ermöglicht, mit seinen Produkten bisher ungenutzte Segmente und Märkte zu erschließen. Ein weiteres Projektteam befasste sich mit der Entwicklung eines Risikomanagementtools für die Krones AG im Bereich der externen Logistik. Das entwickelte Tool trägt mit Elementen wie dem Risk Report, intelligenten Checklisten und dem PDCA nicht nur zur Bewältigung von Risiken bei, sondern auch zu einem ganzheitlichen Projektmanagement. Bei der Albert Handtmann Armaturenfabrik GmbH & Co. KG entwickelten Studierende ein Konzept für die intralogistischen Prozesse vom Wareneingang bis zum Versand. Sie gestalteten einen Idealprozess für den Material- und Informationsfluss, der sowohl langfristige wie auch kurzfristige Optimierungen berücksichtigte.

Themenblock 2: Industrie 4.0

Zur Darstellung des Kompetenzspektrums und der Infrastruktur der ESB-Logistik-Lernfabrik entwickelte und realisierte eine Projektgruppe einen skalierbaren, ganzheitlichen Demonstrator im Kontext Industrie 4.0. Der Demonstrator ermöglicht die Montage einer personalisierten, smarten Sonnenbrille. Im zweiten Projekt zum Themenblock Industrie 4.0 beschäftigte sich ein Projektteam mit Möglichkeiten zur frühen Detektion von Leistungsverlusten in der Montage mit Hilfe von Daten. Dieses Projekt erfolgte in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Die Studierenden entwickelten einen Leitfaden für KMUs zur Vorgehensweise bei Datenanalyseprojekten und erstellten hierzu eine Schulungsunterlage, die zusätzlich die Nutzung des Datenanalysetools schrittweise vermittelt.

Themenblock 3: Digitalisierung und Innovationsmanagement in Unternehmen

Im dritten Themenbereich befassten die Studierenden sich mit Optimierungen in den Bereichen Digitalisierung und Innovationsmanagement. Im Projekt „Digitaler Zwilling 2.0“ unterstützen Studierende die Firma Max Holder GmbH bei ihrem Umzug in eine neue Montagehalle. Im Zuge dessen wird das aktuelle Montagesystem mit drei Linien auf nur noch eine variantenreiche Mixed-Model-Linie umgestellt. Hierfür hat das Projektteam die Materialbereitstellung geplant und mit Hilfe der Virtual Reality Software VisTable veranschaulicht. Im Rahmen des Projekts „Innovationsmanagement Business Unit Tires & Wheels“ entwickelte ein weiteres Projektteam in Kooperation mit der GEBHARDT Logistic Solutions GmbH Ansätze für prozessübergreifende und innovative Systemlösungen für das Reifenhandling. Anhand verschiedener Kreativitätstechniken erstellten die Studierenden ein Innovationsportfolio und arbeiteten ein Grobkonzept für die am besten bewertete Idee aus. Das letzte Projektteam beschäftigte sich bei dem StartUp fabrikado mit Ansätzen zur Sofortpreiskalkulation von CNC-Drehteilen (beispielsweise Machine Learning und Algorithmen). Die Studierenden entwickelten verschiedene Modelle, so zum Beispiel ein Regressionsmodell. Anhand dieser Modelle kann nun automatisiert ein Sofortpreis kalkuliert werden.

Die beteiligten Forschungspartner und Firmen waren sich einig, dass die Semesterprojekte für sie kurz- und langfristig von großem Nutzen sind. Die Studierenden konnten durch die Semesterprojekte wertvolle Industrieerfahrung sammeln und fachliche und soziale Fähigkeiten im Anwendungszusammenhang festigen. Eine optimale Vorbereitung auf die Arbeitswelt also.