26.09.2018 | MSc International Business Development

Von der guten Idee zum tragfähigen Geschäftsmodell

IBD-Masterstudierende durchleben in einem Semester den Business Design Prozess

Kreatives Teamwork: Studierende im Master IBD entwickeln gemeinsam eine Geschäftsidee und das dazugehörige Geschäftsmodell.
Kreatives Teamwork: Studierende im Master IBD entwickeln gemeinsam eine Geschäftsidee und das dazugehörige Geschäftsmodell.

Von: Prof. Dr. Maud Schmiedeknecht, Kathrin Engels

Studieren heißt an der ESB Business School viel mehr als Bücher wälzen. Das zeigt hervorragend ein Beispiel aus dem Master International Business Development (IBD): Im Rahmen des Kurses „Entrepreneurship“ stellte Prof. Dr. Maud Schmiedeknecht ihre 22 Studierenden im letzten Semester vor eine echte Herausforderung – eine äußerst lehrreiche, versteht sich.

Es galt, in Teams eine eigene Geschäftsidee und das dazugehörige Geschäftsmodell zu entwickeln, dieses mit Hilfe von Experimenten zu validieren und am Ende die Erkenntnisse zu präsentieren. Kurz gesagt: Die Studierenden durchlebten ein Semester lang alle wichtigen Phasen eines „Business Design Prozesses“. In Workshops lernten die sieben Teams eine Vielzahl an Methoden kennen, um sich Problemen kreativ und nutzerorientiert zu nähern und neuartige Lösungsansätze zu finden. Individuelle Teamcoachings boten die Möglichkeit, Zwischenergebnisse zu diskutieren, Feedback zu erhalten und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Auftakt: Kreative Ideenentwicklung mit Design Thinking

Den Auftakt machte ein Design Thinking Workshop mit Kathrin Engels, Center for Entrepreneurship. Für die Workshop-Teilnehmer war der Design Thinking Ansatz, also die konsequente Orientierung am Nutzer und seinen Bedürfnissen, anfangs ungewohnt. Es gelang aber immer besser mit Hilfe der vermittelten Methoden wie Customer Journey oder Pain&Gain. Richtig Spaß machten verschiedene Kreativitätstechniken, um neue Ideen und Lösungen zu finden. Die Teams bekamen eine thematische Challenge. Ihren Lösungsansatz verwandelten sie am Ende mit Lego®-Bausätzen und anderen Bastelsachen in Prototypen. Gegenseitig präsentierten sie sich dann ihre „Story“.

Die Business Design Formel: Discover, Design, Validate

Dominik Maier, Unternehmensberater der Innovationsberatung Orange Hills, bereicherte den Kurs mit drei Workshops zum Business Design Prozess. Im Discover-Workshop schilderte er die Herausforderungen der Unternehmen, konsequent die Kundenbrille aufzusetzen und die Probleme ihrer Kunden genau zu verstehen. Seine Erfahrungen zur Ausarbeitung eines Geschäftsmodells mit Hilfe des Business Model Canvas teilte er im Design-Workshop. Wie die dem Geschäftsmodell zugrunde liegenden Annahmen systematisch mit Experimenten überprüft werden können, erklärte er im Validate-Workshop. Maier begeisterte die Studierenden mit spannenden Insides und Übungen. Aber nicht nur die Studierenden, auch Maier war begeistert: „Es war beeindruckend, mit welchem Einsatz und trotzdem auch Spaß die Studierenden alle Prozessschritte im Kurs erlernten und umsetzten. Sie erwerben damit eine Schlüsselkompetenz, als künftige Unternehmer oder Mitarbeiter Innovationen erfolgreich zu managen.“

Highlight: Preise für Kursteilnehmer beim Pitch-Event der Hochschule

Beim Pitch-Event der Hochschule „Move your idea“ galt es für die Teams, eine Jury in nur drei Minuten von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen. Zwei der IBD-Teams gewannen für ihre Idee sogar einen Preis: Für den hervorragend ausgearbeiteten Kundennutzen der Plattform „StudentStaff“, auf der (Auslands-)Studierende Haushaltsgegenstände finden und loswerden können, vergab die Jury den Preis in der Kategorie „Lokalmatador“. Hierfür stifteten die Stadt, die IHK und die Kreissparkasse einen Startkostenzuschuss und ein Gründungscoaching. Das Team „DeliverBro“ präsentierte unterhaltsam ihre Plattform zur Ermittlung von „Mitfahrgelegenheiten“ für sperrige Gegenstände in Privatfahrzeugen und gewann in der Kategorie „Best Pitch“.

Studierenden-Fazit: Superguter Kurs!

Das Fazit der Studierenden zum Entrepreneurship-Kurs reichte von „supergute Workshops und Coachings“ bis „Dominiks Engagement und Motivation war ansteckend“. Alle waren der Meinung, dass sie viele Methoden und Fähigkeiten erworben haben, die sie in ihrem Berufsleben gut einsetzen können. Und so mancher wurde vom Gründergeist gepackt.