29.01.2018 | MSc Operations Management, ESB Topnews

Von Digitalem Zwilling über Makerspaces bis Produktionsoptimierung

Projektpräsentationen des Masterstudiengangs Operations Management

Studierende des Masterstudiengangs Operations Management der ESB Business School präsentieren ihr Praxisprojekt.
Studierende des Masterstudiengangs Operations Management der ESB Business School präsentieren ihr Praxisprojekt.

Von: Daniel Schadhauser, Maximilian Mühling

Studierende des Masterstudiengangs Operations Management der ESB Business School bearbeiteten auch in diesem Semester praxisnahe Projekte aus Produktion und Logistik in Kooperation mit Industrie und Forschung. Die Projektergebnisse dieses Semesters wurden am vergangenen Donnerstag feierlich in großem Rahmen vorgestellt. Neben betreuenden Professoren verfolgten auch Vertreter der Unternehmen und Forschungsinstitute gespannt die Präsentationen und besuchten die Informationsstände.

Bearbeitet wurden die Projekte selbständig in Teams von 8 Studierenden, die sich an zwei Tagen pro Woche intensiv mit den Herausforderungen aus Industrie und Forschung beschäftigten. Thematisch lassen sich die Projekte den Themenbereichen Digitalisierung, anwendungsorientierte Forschung und industrielle Optimierungslösungen zuordnen. Nachfolgend werden die Projektinhalte kurz vorgestellt.

Themenbereich 1 – Digitalisierung: Im Projekt Digitaler Zwilling 2.0 unterstützte ein Team die Max Holder GmbH, einen Hersteller für Systemfahrzeuge, bei ihrem Umzug in eine neue Montagehalle. Mit Hilfe von Optimierungs- und Visualisierungssoftware wurde das Montagesystem optimiert und ein Digitaler Zwilling der neuen Montagehalle erstellt. Das zweite Digitalisierungsprojekt bei der Single Holding GmbH entwickelte eine Roadmap, die dem Unternehmen aufzeigt, wann und welche digitalen Anwendungen gewinnbringend einzuführen sind. In diesem Zusammenhang publiziert das Projektteam in der Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb zudem einen Artikel über die Auswahlmethodik von Technologieanwendungen zur Digitalisierung in produzierenden Unternehmen. Ein weiteres Digitalisierungsprojekt befasste sich mit der Erstellung eines Digitalisierungskonzepts für die Produktion einer Schmutzwasserpumpe bei der Schmalenberger GmbH & Co. KG.

Themenbereich 2 – Forschung: Im zweiten Themenbereich wurden anwendungsorientierte Forschungsprojekte präsentiert. Das diessemestrige Projektteam in der ESB Logistik Lernfabrik entwickelte dabei ein Demoszenario, in dem Infrastrukturelemente verschiedener Systeme, wie beispielsweise echtzeitfähige Lokalisierungs- und mobile Assistenzsysteme, bei der Produktion von City-Rollern miteinander kombiniert wurden. Das zweite Forschungsprojekt untersuchte in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) die Eignung von Makerspaces als potentielles Kernelement einer Open-Innovation-Kultur für KMUs. In diesem Kontext wird eine wissenschaftliche Studie über das Fraunhofer IAO veröffentlicht.

Themenbereich 3 – Industrielle Optimierungslösungen: Der dritte und abschließende Themenbereich des vergangenen Donnerstags thematisierte Optimierungen bei den Firmen H. Stoll AG & Co. KG, Gebhardt Logistic Solutions GmbH und NKG Kala Hamburg GmbH. Im Rahmen des Projekts bei der H. Stoll AG & Co. KG, einem mittelständischen Hersteller von Flachstrickmaschinen, wurde eine Lösung für den Umgang mit der steigenden Anzahl unterschiedlicher Produktvarianten entwickelt. Hierfür wurde ein neues Montage- und Materialbereitstellungskonzept erarbeitet. Das Projektteam bei der Gebhardt Logistic Solutions GmbH, einem Hersteller von Logistiklösungen, erarbeitete Ansätze zur Steigerung der Marktfähigkeit eines konkreten Produkts und stellte diese vor. Ein weiteres Projektteam hat bei der Kaffeelagerei NKG Kala Hamburg GmbH die Anforderungen an ein automatisiertes Entladesystem in Form eines Lastenhefts definiert. Die anschließend eingeholten Angebote wurden auf ökonomische Nutzenpotenziale untersucht.

Die beteiligten Forschungspartner und Firmen waren sich einig, dass die Semesterprojekte für sie kurz- und langfristig von großem Nutzen sind. Auch für die Studierenden ergab sich aufgrund der praktischen Anwendung des in den Lehrveranstaltungen vermittelten Wissens ein deutlicher Mehrwert. Die dadurch gestärkte Handlungskompetenz bereitet sie optimal auf die Arbeitswelt vor.