13.09.2019

Mobilität braucht Menschen - Menschen brauchen Mobilität

Prof. Dr. Johanna Bath zu Gast beim Deutschen Verkehrsforum in Berlin

Mobilitaet braucht Menschen. Menschen brauchen Mobilitaet Welche Strategie hilft gegen den Fachkraeteengpass? in Berlin. 09.09.2019.

Zu einer Podiumsdiskussion über das Thema Fachkräftemangel in der Verkehrs- und Transportbranche hatte das Deutsche Verkehrsforum (DVF) am 09. September in Berlin geladen. Unter dem Motto „Mobilität braucht Menschen – Menschen brauchen Mobilität“ kamen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Mit dabei war auch ESB-Professorin Johanna Bath.

Im Gespräch mit Marc Biadazc (Mitglied des Bundestags) erörterte sie die Frage: „Zählt nur das Studium? Welche Aus- und Weiterbildung brauchen wir?“. Johanna Bath schilderte anhand anschaulicher Beispiele, wie Hochschulen wie die ESB durch praxisnahe Ausbildung und enge Kooperation mit Unternehmen den Übergang zwischen Studium und Beruf für beide Seiten positiv mitgestalten.

Die ESB Business School punktet hier zum Beispiel durch fest in den Studienverlauf integrierte Praxissemester. Insbesondere der Projektmaster MSc Operations Management wurde mit seinem intensiven Praxisansatz positiv gesehen. Auch die wissenschaftliche Arbeit der ESB und die zahlreichen Forschungsprojekte der Fakultät mit Unternehmenspartnern stellte Bath vor. Von den anwesenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft gab es dafür viel Lob: Diese Ansätze, so die Meinung, gingen genau in die richtige Richtung.

Die Bedeutung und Auswirkungen des Fachkräftemangels für die Verkehrs- und Transportbranche erläuterte DVF-Geschäftsführerin Dr. Heike van Hoorn: „Der Fach- oder Arbeitskräftemangel, dem wir unsere Podiumsdiskussion widmen, ist nicht unbedingt ein spezifisches Problem der Mobilitätswirtschaft.“ erklärte sie. „Vielmehr stehen bei der Rede vom Fachkräftemangel meist andere Branchen im Vordergrund: Pflege- und Gesundheitsberufe, Erzieher oder Lehrerinnen etwa. Dennoch ist das Problem in der Mobilitätswirtschaft nicht weniger gravierend. Im Gegenteil: Es hat unmittelbare Auswirkungen auf das alltägliche Leben der Verbraucherinnen und Verbraucher, etwa in Form von Versorgungsengpässen, steigenden Preisen und nicht funktionierender Mobilität.“

Die weiteren Panels der Veranstaltung widmeten sich den Themen „We call you: Neue Wege in der Personalgewinnung“ sowie „Freizeit statt Dienstwagen? Personal halten“. Hier diskutierten Leonie Gebers (Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales) und Michael Müller (Mitglied des Vorstands bei Fraport) sowie Dr. Jörg Mosolf (Vorstandsvorsitzender der MOSOLF SE & Co. KG), Larissa Zeichhardt (LAT Funkanlagen-Service GmbH) und Frank Iwer (IG Metall Vorstand). Dabei standen die Jobattraktivität der Verkehrsbranche, das ab kommendem Jahr geltende Fachkräfteeinwanderungsgesetz und kreative und innovative Ansätze zur Mitarbeiterbindung im Vordergrund.

Das DVF ist die einzige verkehrsträgerübergreifende Wirtschaftsvereinigung des Mobilitätssektors im Personen- und Güterverkehr in Europa und damit eine wichtige Interessensvertretung der Logistik- und Transportbranche.