16.12.2019

Markteintritt in Afrika

Prof. Dr. Philipp von Carlowitz präsentiert neue Studie beim Österreichischen Afrikatag

Bild: ©WKO

Von Katrin Reil

Bereits im vergangenen Sommer war Prof. Dr. Philipp von Carlowitz zu Gast beim Exporttag der Wirtschaftskammer Österreich und hielt die dortige Keynote. Jetzt legte der Afrika-Experte der ESB Business School nach: Beim Österreichischen Afrikatag stellte er eine umfangreiche Studie zu „Markteintrittsstrategien und Geschäftsmodellen für Subsahara-Afrika“ vor 500 Unternehmensvertretern in Wien vor.

Insbesondere Ostafrika, so das Ergebnis der Studie, sei ein sich rasant entwickelnder Markt mit großem Potenzial. In der konkreten Umsetzung sei es jedoch oft noch schwierig, in Afrika tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln unter anderem aufgrund der Heterogenität der Länder Subsahara-Afrikas sowie Faktoren wie Bürokratie oder Korruption. Sogar in attraktiven Märkten wie Äthiopien und Nigeria zeige sich, dass es österreichischen Unternehmen schwerfalle, sich zu etablieren.

Viele dieser Unternehmen setzen aktuell noch auf reine Exportmodelle mit Hilfe eines lokalen Partners, Standardprodukten und sehr wenig Direktgeschäft. Dies, so von Carlowitz, sei keine ideale Herangehensweise an die Herausforderungen des afrikanischen Marktes. Für Unternehmen, die sich in Subsahara-Afrika langfristig engagieren wollen, gab er klare Empfehlungen ab: Präsenz vor Ort, Produktanpassungen um attraktivere Preispunkte zu erzielen, einen kompetenten lokalen Partner, den Einsatz neuer Technologien und ein starkes inneres Bekenntnis zu den Märkten Subsahara-Afrikas.

Es gebe, so von Carlowitz bei der Präsentation der Studie im Rahmen des Österreichischen Afrikatags kein „one fits all“-Geschäftsmodell für Subsahara-Afrika. Stattdessen müssten Unternehmen bereit sein, sich den dortigen lokalen Gegebenheiten anzupassen.

Die Studie „Markteintrittsstrategien und Geschäftsmodelle für Subsahara Afrika“ ist auch als Download verfügbar.