22.07.2020

Der Lieferservice von morgen

MSc Operations Management-Studierende erzielen zweiten Platz bei der 4flow-Challenge

Von Katrin Reil

40 Teams, drei Wochen, eine Herausforderung: Bei der 4flow-Challenge der gleichnamigen Unternehmensberatung zeigte ein Studierendenteam aus dem MSc Operations Management einen neuen Ansatz auf, wie Lebensmittellieferungen nach Hause künftig noch kundenorientierter sein könnten – und erreichte damit einen hervorragenden zweiten Platz.

Wie kann die „Food Home Delivery“ von morgen aussehen? Diese Aufgabenstellung der diesjährigen 4flow-Challenge wurde zunächst im Rahmen eines Kick-off-Events vorgestellt. Anschließend bearbeiteten die teilnehmenden Teams mit Hilfe eines Mentors die Fallstudie und entwickelten ein Konzept für ein dreijähriges Pilotprojekt. Beim – in diesem Jahr ausnahmsweise virtuell stattfindenden – Finalevent durften die vier besten Teams aus Deutschland sowie jeweils ein Team aus den USA und China ihre Lösungsansätze präsentieren.

Pablo Friese, Philipp Krohn, Jo Sieber und Jan Wezel aus dem MSc Operations Management der ESB Business School nahmen die Herausforderung gerne an. „Das diesjährige Thema der 4flow Challenge, die urbane Logistik, wird derzeit weltweit neu gedacht und durch Wissenschaft und Praxis vorangetrieben. Entsprechend waren auch wir voller Motivation, unsere Ideen einzubringen und innovative Konzepte zu entwickeln,“ erzählt Philipp Krohn.

Für seine Idee nutzte das Team industrielle Prinzipien wie Kanban und übertrug sie auf Basis datengetriebener Algorithmen auf die Logistik der „letzten Meile“ in einer Stadt. „Die aktuelle Situation hat uns bei der Arbeit an der 4flow-Challenge alle nochmal zusätzlich gefordert. Mir hat es großen Spaß gemacht in diesem kompetitiven, wenn auch räumlich getrennten Umfeld ein realistisches und vielversprechendes Food Delivery-Konzept auszuarbeiten,“ sagt Jan Wezel. Unterstützung erhielten die Studierenden auch von Prof. Dr. Wolfgang Echelmeyer, der das Team mit seiner Erfahrung und seinem Wissen beriet.

Die Jury der 4-flow Challenge zeigte sich überzeugt vom Ansatz des ESB-Teams, der auch Faktoren wie Dimensionierung, Projektplanung oder Wirtschaftlichkeitsrechnung beinhaltete und verlieh den 2. Platz mit 2.000 € Preisgeld für die Studierenden sowie 1.000 € für die Hochschule Reutlingen. Beim parallelen „AI Business Game“ konnte die Delegation sogar den ersten Rang erzielen.

Auch um Erfahrungen sind die Studierenden nach der Teilnahme an der 4flow-Challenge reicher, so Pablo Friese: „Wir konnten einen tiefen Einblick in die Arbeit und das Leben als Unternehmensberater gewinnen. Auch der Austausch mit den anderen Teams kam nicht zu kurz - gerade die Gespräche mit den Teams aus China und den USA fand ich sehr spannend.“ Jo Sieber ergänzt: „Die offene und freundliche Art des Mentors und der Veranstalter sorgte für ein optimale Atmosphäre im Finale. Jeder Student, der sich für logistische Zusammenhänge und für die Erarbeitung verschiedener Supply Chain Konzepte interessiert, sollte sich nach Aktionen wie der 4flow-Challenge umschauen und daran teilnehmen!“