06.12.2018 | ESB Topnews, BSc International Management Double Degree (IMX)

Begegnung mit Spitzenpolitikern und Top-Managern

Studierende der ESB Business School beim 12. SZ-Wirtschaftsgipfel in Berlin

Zu Gast beim 12. SZ-Wirtschaftsgipfel in Berlin: Studierendenvertreter des Studiengangs International Management Double Degree (IMX) der ESB Business School.

Von: Louisa Haas

Unter dem Motto „Vertrauen schaffen“ diskutierten beim 12. SZ-Wirtschaftsgipfel Mitte November in Berlin 450 Gäste und über 60 Referentinnen und Referenten aus aller Welt. Der Kongress der Süddeutschen Zeitung (SZ), der direkt am Brandenburger Tor im Kempinski Hotel Adlon stattfand, versteht sich als Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen Spitzenpolitikern und Top-Managern.

Auch der Management-Nachwuchs ist dabei. Jedes Jahr lädt die SZ acht ausgewählte Studierende deutscher Business Schools als Teilnehmer ein. Darunter waren diesmal die Studierendenvertreter des Studiengangs International Management Double Degree (IMX) der ESB Business School: Felix Oeding-Erdel, Felix Seidel, Katharina Düsel und Louisa Haas.

Im Fokus des diesjährigen Gipfels stand der Wiedergewinn des Vertrauens in Wirtschaft und Politik und die Konsequenzen der Digitalisierung in Deutschland. „Vertreter von Unternehmen, Wissenschaft und Arbeitnehmer stellten klar, dass der lange Aufschwung dem Land insgesamt gutgetan hat. Dennoch ist auch klar, dass Globalisierung und Digitalisierung die so erfolgreiche deutsche Wirtschaft auf das Schärfste herausfordern werden“, nimmt Louisa Haas für sich aus den Debatten mit. In diesem Zusammenhang stellte Wenshuang Dang, Chief Network Architect, von Huawei, fest, dass Deutschland nicht zu spät sei, aber die großen Firmen stärker voranschreiten müssten.

Eine Panel-Diskussion mit Ana Brnabic (Ministerpräsidentin Serbien), Katrín Jakobsdóttirund (Premierministerin von Island) und Jüri Ratas (Premierminister von Estland) verfolgten die Studierenden aufmerksam und waren beeindruckt, wie weit die Digitalisierung in diesen Ländern fortgeschritten ist. In Serbien spricht man von der vierten Industriellen Revolution, welche nur mit drei Key-Veränderungen zu meistern sei: E-Government, Education und Economy. So will der Balkanstaat zu einer „innovation-driven economy“ werden. Island, das am besten vernetzte Land der Welt, hält den Rekord an Smartphone-Besitzern: 86 Prozent der Bevölkerung besitzen ein Smartphone. Katrín Jakobsdóttirund kommentierte die Digitalisierung wie folgt: „Technology is there to serve the people.“ Dieses interessante Statement wurde von Jüri Ratas weitergeführt, der über sein papierloses Regierungssystem und die „E-School“ sprach. Der technologische Fortschritt führe, so Ratas, zu mehr Vertrauen, Transparenz und auch Privatsphäre. Alle drei Sprecher einigten sich, dass sich in Europa das „Mind-Set“ ändern müsse, damit die Digitalisierung schneller vorankomme.

Auch die Wahl des Start-Ups „Blue Go“ zum „SZ-Gipfelstürmer“ zeigte, dass die Technik in viele Bereiche des Lebens Einzug finden wird. Das Unternehmen hat eine App erfunden, die Tickets im öffentlichen Verkehr automatisch bucht, je nachdem, wo man ein- und aussteigt.

„Besonders spannend waren auch die sogenannten „Kreuzverhöre“ mit Christian Sewing, Christian Lindner, Peter Altmaier und Olaf Scholz, die verteilt auf die drei Tage stattfanden“, findet Louisa Haas.

Ein weiteres, aufregendes Highlight: Bei der „Nacht der Europäischen Wirtschaft“ im Deutschen Historischen Museum erlebten die Gipfelteilnehmer, unter ihnen die vier ESB Studierenden, hautnah eine nachdenkliche, aber auch humorvolle Angela Merkel. Als spannend empfanden die IMX-Studierenden die Diskussion über eine potentielle Nachfolge Merkels, die während des Abends entspannt und offen ihre eigene Meinung vertrat. Kandidatin Annegret Kramp-Karrenbauer stellte sich am Tag darauf einem „Kreuzverhör“ und legte ihre Pläne zur großen Steuerreform, zu Fragen der Migration und zur Industriepolitik dar.

Die Konferenzteilnahme bot also viele Eindrücke, viele Gelegenheiten zum Netzwerken und vieles zum Nachdenken. „Zuletzt ist uns ein Satz des Präsidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, in Erinnerung geblieben: Europa bleibt der schönste Ort der Welt. Und das wissen alle, mit Ausnahme der Europäer“, resümiert Louisa Haas.