Studierende und Alumni berichten

Welche Möglichkeiten bietet die Double Degree Option?

Simon Funken, Student seit dem Wintersemester 2014/2015

„Der Studiengang International Operations and Logistics Management hat mich besonders aufgrund der internationalen Ausrichtung angesprochen. Während des Studiums längere Zeit im Ausland zu verbringen sah ich als Chance, mich sowohl persönlich weiterzubilden, als auch in einem neuen akademischen Umfeld zu studieren.

Die Vorbereitung auf das Auslandssemester startete Anfang des dritten Semesters an der ESB mit einem freiwilligen Kurs über Sprache, Land und Kultur Malaysias. Im darauffolgenden Praxissemester wurde der Visaprozess gestartet und durchgehend von der Programmkoordinatorin des Double Degrees begleitet. Die zentralisierte Absprache mit der UMP vereinfachte sowohl den Visaprozess als auch die generelle Kommunikation mit der UMP.

Der größte Unterschied zwischen dem Studienalltag in Malaysia und dem an der ESB ist, dass sich das Leben an der University Malaysia Pahang fast vollständig auf dem Campus abspielt. Sowohl Wohnheime, als auch Restaurants und kleinere Läden befinden sich in direkter Nähe zu den Vorlesungsräumen. So fährt man meist nur am Wochenende in die Stadt, allerdings trif man dafür vor Ort auch immer wieder spontan auf bekannte Studenten. Die größte akademische Herausforderung war, dass die UMP einen großen Fokus auf Continuous Assessment legt, anstatt wie die ESB auf die Klausuren am Ende des Semesters. Dies fordert einen höheren kontinuierlichen Zeitaufwand unter der Woche. Man gewöhnt sich allerdings nach kurzer Zeit an die Umstände und erkennt auch die Vorteile des neuen Systems.

Der Anschluss an die Vorlesungen in Malaysia verlief weitestgehend reibungslos. Da die Vorlesungen auch in Reutlingen auf Englisch waren, gab es keine sprachlichen Probleme. Die bisher im Studium an der ESB erworbenen Kenntnisse hatten mich gut auf die Vorlesungen an der UMP vorbereitet. Für die erste Gruppe, zu der ich gehörte, überschnitten sich anfangs Kurse aus Deutschland und Malaysia, jedoch konnte dies in Absprache mit beiden Universitäten gelöst werden. Die Teilnahme am Double Degree hat mich in meinem Plan bestärkt, in der Zukunft in einem international ausgerichteten Unternehmen zu arbeiten. Zudem wurde meine Neugier bestärkt, andere Kulturen über einen längeren Zeitraum hinweg besser kennenzulernen."

Wie verläuft die Praktikumsphase?

Corinna Bosse, Studentin seit dem Sommersemester 2015

„Für die Praktikumsphase bieten sich verschiedene Bereiche an. Zum einen natürlich das große Feld Logistik, von Logistikplanung über Intralogistik und Extralogistik bis hin zu Supply Chain Management. Zum anderen besteht aber auch die Möglichkeit eher in Richtung Consulting zu gehen. Auch was die Branchen angeht ist man flexibel, denn Logistiker braucht man in der Automobil- oder Pharmaindustrie ebenso wie bei Lebensmittelherstellern und in vielen anderen Wirtschaftszweigen. Auch Logistics-Service-Provider sowie Transportfirmen oder Speditionen gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Bezüglich des Bewerbungszeitraumes würde ich empfehlen, sich ab ca. 6 Monaten vor Beginn des Praktikums zu bewerben. Ich selbst habe im Februar Bewerbungen geschrieben, bis April Vorstellungsgespräche absolviert und mein Praktikum dann im September begonnen. Im Vergleich zu Kommilitonen war das sehr früh, doch ich wollte das Thema noch vor Beginn des nächsten Semesters geklärt haben. Bei Schwierigkeiten bei der Praktikumssuche kann man sich immer an den Studiendekan, die Studiengangs-Beauftragten oder das Career Center wenden.

Aufgrund meiner Erfahrungen als Werkstudentin war ich in meiner Praktikumsphase in verschiedenen Abteilungen. Das fand ich positiv, denn so habe ich einen Einblick in viele Prozesse und Teilprozesse entlang der Versorgungskette bekommen – angefangen mit dem Einkauf über Kontraktlogistik bis hin zu Intralogistik. Generell ist das Praktikum eine sehr gute Möglichkeit, das im Studium erworbene Wissen anzuwenden und alle Module miteinander zu verbinden. Der „Wiedereinstieg ins Studium“ hängt meiner Meinung nach schwer vom Ort, der Kurswahl und dem Aufwand im anschließenden Auslandssemester ab. Es ist definitiv eine Umstellung, aber wenn man einfache Kurse gewählt hat, ist diese nicht so groß. Ich selber hatte eher schwierige Kurse und diese auf Spanisch und musste deswegen relativ viel Zeit für die Uni aufwenden. Künftig möchte ich noch praktische Erfahrungen in den Bereichen Logistikplanung, Supply Chain Management und Change Management sowie Quality Management sammeln.

Mein erstes Praktikum in Deutschland habe ich von September 2016 bis Februar 2017 bei der ZF Friedrichshafen AG am Standort Schweinfurt absolviert."

Film ab!

Studiengangs-Insider sprechen über Internationalität, Praxisorientierung, Studieninhalte, die Atmosphäre in Reutlingen und mehr

Wer sich für ein Wirtschaftsingenieurstudium interessiert und vor der Wahl des passenden Studiengangs steht, hat meist Fragen über Fragen. „Insider“ aus dem Bachelor International Operations and Logistics Management (IOLM) leisten jetzt Orientierungshilfe. Drei Studierende und Studiengangsleiter Prof. Dr. Andreas Taschner berichten in verschiedenen Videoclips über ihren Studiengang.

Interessenten und Bewerber erfahren so aus erster Hand, was das Besondere am Bachelor IOLM ist. Zum Beispiel, dass Internationalität und Praxisorientierung großgeschrieben werden, dass die Lerninhalte nicht nur im Hörsaal, sondern auch in Laboren vermittelt werden und dass Studien- und Praxisphasen im In- und Ausland fester Bestandteil des Programms sind. Auch die zukünftigen Berufsfelder der Absolventen werden beleuchtet.