Studierende und Alumni berichten

Thomas Bußmann

Student seit dem Wintersemester 2016/2017

Aus welchen Gründen haben Sie sich für das Operations-Management-Programm entschieden?

Die bestimmenden Faktoren bei der Entscheidung für das Studienprogramm MOM waren vor allem die Projekte in den Themenbereichen „Produktion und Logistik“, als zentraler Bestandteil des Studiengangs. Der Mix aus innovativen Forschungsprojekten an der Hochschule und Praxisprojekten mit Partnern aus der Wirtschaft, gepaart mit dem entsprechenden theoretischen Input in den Vorlesungen, hat mich nachhaltig überzeugt: Kein anderer Studiengang, den ich in Erwägung gezogen habe, hätte mir eine ähnliche Fülle praktischer Fähigkeiten in Kombination mit theoretischem Wissen vermitteln können.

Operations Management ist ein „Projektmaster“. Wie macht sich das bemerkbar und was bringt‘s?

Besonders reizvoll für mich als Masterstudent ist die Tatsache, dass sowohl reine Forschungsthemen als auch stark praxisrelevante Projekte Teil des Studiums sind. Neben der Fülle an fachlichen Inhalten ist der parallele Ausbau von „Soft-Skills“ unendlich wertvoll. Die enge, selbstorganisierte Zusammenarbeit der Studierenden in den Projektgruppen macht deutlich, wie wichtig Kommunikation, Motivation und gutes Projektmanagement sind, um Ziele als Team zu erreichen.

Welche Teile Ihres Studiums machen besonders viel Spaß, wo muss man sich durchbeißen?

Als besonders positiv empfand ich das gemeinsame Erleben von Höhen und Tiefen in den Projektteams, das über die Inhalte des Studiums hinweg uns Kommilitonen nachhaltig zusammengeschweißt hat. Es sind enge Freundschaften entstanden und der gesamte „Spirit“ in den Projekten ist einmalig!

Herausfordernd war für mich die Arbeit im Forschungsprojekt der Logistik-Lernfabrik der ESB. Hier habe ich zum ersten Mal gelernt was es heißt, in einer richtigen Forschungsumgebung zu arbeiten und, dass es durchaus ein positives Forschungsergebnis sein kann zu beweisen, dass etwas nicht funktioniert. Das selbstständige Einarbeiten in völlig neue, innovative Themen (zu denen keine konkreten Inhalte in einschlägigen Fachbüchern existieren) war eine herausfordernde Tätigkeit, bei der ich viel gelernt habe und die ich daher nicht missen möchte.

Wie ist das Studentenleben an der ESB Business School bzw. in Reutlingen?

Vom allgemeinen Studentenleben in Reutlingen war ich positiv überrascht: Die Innenstadt hat sowohl kulturell, als auch in Bezug auf das leibliche Wohl der Studenten viel zu bieten. Als besonders schön empfinde ich das Reutlinger Umland, das zu vielen sportlichen Aktivitäten einlädt. Und wem das nicht reicht: Die ESB bietet eine Fülle von Workshops, Sportveranstaltungen und kulturellen Events bei denen für jeden Geschmack etwas dabei ist!

Anna Keller

Anna Keller

Absolventin 2014
Beiersdorf Manufacturing

Interview kurz nach dem Abschluss, im September 2014

Sie haben gerade Ihren Master in Operations Management gemacht. Wie geht es jetzt, nach Ihrem Abschluss weiter?
Ich habe bereits eine neue Stelle bei Beiersdorf Manufacturing Hamburg ab Oktober zugesagt. Dort werde ich Planungs- und Optimierungsprojekte in der Fertigung von Nivea-Produkten durchführen. Die Zeit bis dahin werde ich noch einmal zum Reisen nutzen. Wer weiß, wann zum nächsten Mal die Möglichkeit besteht länger als zwei Wochen am Stück unterwegs zu sein.

Was gefällt Ihnen besonders an dieser Stelle bzw. Ihrem Arbeitgeber?
Mir gefällt es, nach dem Studium zuerst noch einmal einer vorwiegend technischen Tätigkeit nachzugehen. Ich halte es für wichtig und richtig, eine technische Basis aufzubauen, bevor ich den Schritt in eine Führungs- oder Managementaufgabe gehe. An Beiersdorf gefällt mir besonders, dass den Mitarbeitern Verantwortung übergeben wird und dass es viele, auch internationale Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens gibt. Dies waren auch die Hauptkriterien bei der Wahl meines Arbeitgebers.

Welche Veranstaltungen im Studium empfinden Sie im Rückblick als am wichtigsten für Ihre berufliche Tätigkeit?
In meiner derzeitigen Tätigkeit sind die theoretischen und methodischen Kenntnisse aus den Vorlesungen Lean Management und Projektmanagement am wichtigsten. Allerdings helfen die vielen Themen, mit denen ich mich während des Studiums beschäftigt habe auch dabei, über den Tellerrand hinaus zu schauen, Kollegen und deren Arbeitsgebiete zu verstehen und die eigene Aufgabe im Unternehmenskontext einordnen zu können. Daher empfehle ich eine breite Fächerwahl im Master sehr. Und wer weiß schon, bei welchen Aufgaben und Herausforderungen das im Studium erworbene Know-How in Zukunft noch nützlich sein wird.

Was hat Ihnen an Ihrem Studium Spaß gemacht und wo mussten Sie sich vielleicht auch durchquälen?
Sehr viel Spaß haben mir die Projekte im Team gemacht. Dabei wurde uns Studenten viel Freiraum für eigene Ideen gelassen. So war es möglich sich auszuprobieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Außerdem war der Großteil der Vorlesungen sehr praxisnah. Dabei konnte man viel von der Erfahrung der Dozenten und Professoren auch aus deren Berufsleben lernen. Gequält habe ich mich eigentlich nur im Stau zwischen Stuttgart und Reutlingen. Aber dafür habe ich mich schließlich selbst entschieden ...

Das Operations Management-Programm ist ja ein „Projektmaster“, d.h. Sie haben im Team mit anderen Studierenden an einem Forschungs- oder Industrieprojekt gearbeitet. Wie läuft das konkret im Studium und was bringt’s?
Wir haben mit einem Team von fünf Studenten einige Optimierungsprojekte bei der Firma Bielomatik Leuze GmbH in deren Geschäftsbereich „Schmiertechnik“ durchgeführt. Die anderen zehn Studenten in unserem Kurs waren in den anderen Geschäftsbereichen von Bielomatik unterwegs.  Dabei haben wir sehr eng mit den Mitarbeitern von Bielomatik zusammen gearbeitet und mit ihnen gemeinsam Lösungen für bestimmte Fragestellungen erarbeitet. So haben wir beispielsweise eine Werker-Montagezelle neu aufgebaut und dabei die Arbeitsabläufe optimiert. Es war unglaublich spannend, direkt den Effekt unserer Ideen und Lösungsansätze in der Praxis zu sehen und aus Fehlern oder Rückschlägen zu lernen. Dies hat auch den Zusammenhalt im Projektteam gestärkt.

Wie war das Studentenleben in Reutlingen?
Da ich während des Masters noch in einer Teilzeitstelle bei Siemens in Stuttgart gearbeitet habe, bin ich zwischen Reutlingen und Stuttgart gependelt. Daher blieb nicht so viel Zeit für das Studentenleben. Allerdings habe ich gerade im Rahmen des Projektes und bei den vielen Exkursionen einen starken Zusammenhalt zwischen den Studenten und auch einen regen Austausch zwischen den Professoren und den Studenten erlebt. Dabei kam der Spaß mit Sicherheit nicht zu kurz.

Was würden Sie jemandem mit auf den Weg geben, der sich gerade vor der Entscheidung für einen Masterstudiengang befindet?
Ich halte es für sinnvoll genau zu überlegen, in welche Richtung man sich mit dem Master spezialisieren möchte. Das System Bachelor/Master gibt einem so viele Möglichkeiten, die Grundlagen aus dem Bachelorstudium um spezifisches Know How im eigenen Interessenbereich zu erweitern. Ich halte es entgegen der weit verbreiteten Meinung auch für sehr sinnvoll, nach dem Bachelor Praxiserfahrung in einem ersten Job oder durch Praktika zu gewinnen, um dann besser entscheiden zu können, in welchen Bereichen eine weitere theoretische Vertiefung sinnvoll ist. Für mich hat es sich auch während des Masterstudiums sehr oft als hilfreich herausgestellt, dass ich die Theorie anhand meiner Erfahrung aus meiner Arbeit richtig einordnen konnte. Nach dem Bachelor war mir klar, dass ich noch ein Masterstudium machen werde. Dennoch habe ich mir knapp zwei Jahre Zeit gegeben, einen Einblick in das Arbeitsleben zu bekommen, um mit dieser Grundlage das richtige aufbauende Studium zu wählen. Dies hat sich auch bei der Stellensuche nach dem Masterstudium mehr als ausgezahlt.

Philipp Fanous

Philipp Fanous

Absolvent 2014
Beiersdorf Manufacturing

Sie haben gerade Ihren Master in Operations Management gemacht. Wie geht es jetzt, nach Ihrem Abschluss weiter?
Da ich nicht bei dem Unternehmen eingestiegen bin, bei dem ich meine Masterarbeit geschrieben habe, waren noch einige Bewerbungen offen. Ich wollte die Zeit trotzdem sinnvoll nutzen und bin zunächst auf Europa-Tour gegangen, um gegebenenfalls schnell für ein Bewerbungsgespräch zur Verfügung zu stehen. Schließlich werde ich nun bei Beiersdorf einsteigen. Mein Telefoninterview für diese Stelle habe ich von einem abgelegenen Parkplatz in Italien geführt. Ich werde dort im Bereich TPM die Koordination von Projekten übernehmen.

 
Was hat Ihnen an Ihrem Studium Spaß gemacht und wo mussten Sie sich vielleicht auch Durchquälen?

Besonders großen Spaß haben neben den Projekten natürlich auch die Exkursionen zu verschiedenen Unternehmen oder Messen in unterschiedlichen Ländern gemacht. Hier konnte man bereits zu Beginn des Studiums die Kommilitonen noch besser kennenlernen und sich auch mit den Professoren über verschiedenste Themen austauschen. Sehr viel Spaß hat mir auch die Vorlesung Internationales Marketing gemacht. Auch wenn ich davon in meinem jetzigen Beruf wenig Anwendung finden werde, konnte ich hier vieles lernen, das man im Alltag wiederfindet.

 
Das Operations Management-Programm ist ein „Projektmaster“, das heißt Sie haben im Team mit anderen Studierenden an einem Forschungs- oder Industrieprojekt gearbeitet. Wie läuft das konkret im Studium und was bringt’s?

Zunächst wurde von der Hochschule pro Semester ein Projekt in Kooperation mit einem Unternehmen ausgewählt. In unserem Fall war dies Bielomatik, ein Sondermaschinenbauer aus Neuffen. Nach Projekt- und Zielvorstellung durch das Unternehmen oblag die weitere Organisation komplett den Studenten. Zu einzelnen Fragestellungen konnte eine Support-Vorlesung besucht oder direkt mit dem zuständigen Professor ein Termin vereinbart werden. In unserem Fall ging es im ersten Projekt um die Ausarbeitung einer Strategie zum Umgang mit der volatilen Auftragseingangslage und im zweiten Projekt, das in kleineren Gruppen stattfand, um die Optimierung eines Montagearbeitsplatzes.

Wie war das Studentenleben in Reutlingen?
Natürlich bieten Großstädte mehr kulturelle Angebote als Reutlingen, doch ist meiner Meinung nach das Studentenleben abhängig von dem was man als Studenten daraus macht. Ich empfand das Studentenleben in Reutlingen als sehr familiär. Man trifft oft Studenten andere Studiengänge und knüpft so schnell und intensiv Kontakt mit Studenten verschiedenster Studiengänge. Zudem bietet Reutlingen mit vielen kleinen Bars auch eine sehr nette Atmosphäre.

Was würden Sie jemandem mit auf den Weg geben, der sich gerade vor der Entscheidung für einen Masterstudiengang befindet?
Ich halte es für sinnvoll und richtig nach einem Bachelor noch weiter zu machen und sein Studium mit einem Master abzuschließen. Dadurch stehen einem im späteren Berufsleben zunächst einmal alle Türen offen. Definitiv sollte man während seines Masterstudiums versuchen, soviel Industriekontakt wie möglich zu erhalten, z.B. durch eine Werkstudententätigkeit oder dadurch, dass man seine Abschlussarbeit bei einem Unternehmen schreibt. Das erleichtert den Berufseinstieg nach dem Master. Bei der Auswahl des Masterstudienganges sollte man seine Interessen und Vorstellungen für den späteren Berufseinstieg berücksichtigen.