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23.11.2020

Digitale Chancen nutzen

DigiTraIn 4.0 stellt bei Abschlussveranstaltung Forschungsergebnisse vor

Keine Angst vor Digitalisierung: Prof. Dr. Arjan Kozica stellt zusammen mit den Projektpartnern und -mitarbeitern von DigiTraIn 4.0 die Ergebnisse des Forschungsprojekts vor.

Von Madlen Müller und Sven Rottner

Unter dem Motto „Digitalisiert. Transformiert. Indiziert.“ unterstützte das Forschungsprojekt „DigiTraIn 4.0“ seit 2017 kleine und mittelständische Unternehmen dabei, die Transformation in die digitale Arbeitswelt zu gestalten. Gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr München, der AOK Baden-Württemberg und dem RKW Bayern e. V. erarbeitete das Projektteam der ESB Business School Testanwendungen für sechs Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Europäische Sozialfonds förderten das Projekt. Die Ergebnisse von DigiTrain 4.0 stellte das Team nun im Rahmen einer virtuellen Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit vor.

Am 13. November erhielten etwa 50 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in die Forschungsergebnisse. Gleich zu Beginn erläuterte Susanne Alwart, Change-Beraterin und Beirätin des Projekts, woran eine erfolgreiche digitale Transformation in den meisten Unternehmen scheitere. Die geeigneten Märkte und Innovationen seien längst vorhanden, es mangele aber viel zu oft am Innovationswillen von Führungskräften. Als konkretes Beispiel nannte sie die Automobilindustrie, die beim Thema E-Mobilität spürbar hinterherhinke.

Quo vadis Digitalisierung?

Um dieses Ungleichgewicht zielgenau anzugehen, stellte Prof. Dr. Arjan Kozica von der ESB Business School die vier im Projekt entwickelten Instrumente auf dem Weg zur Digitalisierung von Unternehmen vor. Zunächst, so Prof. Kozica, müsse sich ein Unternehmen darüber klarwerden, wie eine digitalisierte Arbeitsweise überhaupt aussehen könne. Auf Grundlage des Digitalisierungsatlasses könne das Unternehmen leichter ermitteln, wo es sich in diesem Prozess gerade befände.

Mithilfe des von DigiTraIn4.0 entwickelten Digitalisierungskompasses können Unternehmen klare Ziele definieren, die sie mit einer ausgeklügelten Transformationsagenda in die Tat umsetzen. Prof. Kozica ist von den Vorteilen dieser Methode überzeugt: „Das Modell lässt sich branchenübergreifend auf Unternehmen anwenden und auf spezifische Unterschiede anpassen. Es unterstützt so fast alle kleinen und mittelständischen Unternehmen dabei, in der digitalisierten Arbeitswelt Fuß zu fassen.“

Flexibel und integrativ

Frank Böhringer, DigiTraIn 4.0-Projektpartner von der AOK Baden-Württemberg stellte im Anschluss klar, dass es darum gehen müsse, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens bei der Digitalisierung mitzunehmen. Die AOK erprobt momentan neue Arbeitsweisen, wie beispielsweise Selbstorganisation oder mobile und flexible Arbeitszeit- und Arbeitsortregelungen. Die Mitarbeitenden erhalten im Rahmen sogenannter „Experimentierräume“ einen ausreichenden Gestaltungsspielraum.

Wie flexibel die erarbeiteten Instrumente sind, machte Florentin von Kaufmann von der Branddirektion der Feuerwehr München deutlich. Durch die Corona-Pandemie haben sich dort viele Abläufe geändert. Digitale Lösungen konnten schnell Abhilfe schaffen. So erarbeitete die Branddirektion München gemeinsam mit DigiTraIn 4.0 eine App zur Koordinierung von Durchsagen und ein digitales Bestellsystem für Materialien in Zusammenhang mit Covid-19.

Gute Ideen und klare Kommunikation

In der abschließenden Diskussionsrunde mahnte Thomas Sattelberger (MdB) erneut an, dass es in einer digitalen Arbeitsumgebung auf kluge Köpfe ankomme. Er möchte Führungskräfte in diesem Prozess nicht aus ihrer Verantwortung entlassen und forderte mehr Kreativität.

Die übrigen Teilnehmenden pflichteten ihm in dieser Einschätzung bei. Prof. Kozica betonte dabei erneut die Wichtigkeit einer transparenten Vorgehensweise: „Die Transformation in die digitale Arbeitswelt ist eine strategische Aufgabe und sollte von Entscheiderinnen und Entscheidern im Unternehmen als solche adressiert werden.“ Eine klare Kommunikation baue Unsicherheiten in den Belegschaften ab und wecke Interesse, sich an einer erfolgreichen digitalen Transformation zu beteiligen.

Das Projekt DigiTraIn 4.0 kam mit der Abschlusspräsentation zu einem erfolgreichen Ende. Auf der Website des Projekts sind weitere Informationen und viele interessante Materialien zum digitalen Transformationsprozess abrufbar.