07.09.2020

Endlich Campusluft schnuppern

Für etwa 150 Studierende startet heute das neukonzipierte Hybridsemester an der ESB Business School der Hochschule Reutlingen.

Knapp 150 Studierende des Studiengangs BSc International Management Double Degree (IMX) heißt die ESB Business School in dieser Woche auf dem Campus willkommen: Nach intensiven Vorbereitungen startet dieser Studiengang als erster in das neukonzipierte fakultätsspezifische Hybridsemester. Die weiteren Studiengänge beginnen zeitversetzt in den nächsten Wochen. Vor allem den Studierenden, die bislang nicht auf dem Campus in Reutlingen studieren konnten, werden Präsenzvorlesungen ermöglicht. Ein umfassender Maßnahmenkatalog mit versetzten Vorlesungszeiten, einer detaillierten Raumplanung mit Mindestabständen, einem umfassenden Hygienekonzept und weitere Maßnahmen ermöglicht einen größtmöglichen Schutz von Studierenden und Lehrenden.

Der Studiengang International Management Double Degree (IMX) begrüßt diese Woche die Studierenden des fünften Semesters auf dem Campus. Für sie sind es die ersten Vorlesungen in Reutlingen, da sie ihre ersten zwei Studienjahre an einer der renommierten Partnerhochschulen des International Partnership of Business Schools (IPBS) im Ausland verbracht haben. Die Aufteilung in mehrere Präsenzgruppen erleichtert die Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen. Studierende, die aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht nach Reutlingen kommen können oder wollen (z.B. Studierende aus China oder Mexiko), können die Vorlesungen auch ausschließlich online absolvieren.

Für die Erstsemester der ESB Business School beginnt das Präsenzsemester am 19. Oktober. Davor starten zeitversetzt die Zweitsemester aller ESB-Bachelorprogramme sowie die ESB-Masterstudierenden mit den Präsenzveranstaltungen. Auf diese Weise lernen die Studierenden, die bisher den Campus nicht besuchen konnten, die sehr gute Lehrumgebung kennen, profitieren von den zahlreichen Angeboten des Student Network und können die für das Studium wichtigen persönlichen Kontakte aufbauen.

Die Vorlesungen für die höheren Fachsemester erfolgen aufgrund der begrenzten Raumkapazitäten währenddessen größtenteils online. Davon ausgenommen sind Labore und Veranstaltungen im Werk150, die online nicht sinnvoll durchgeführt werden können. Die systematisch evaluierten Erfahrungen aus dem vergangenen Online-Semester tragen maßgeblich dazu bei, die Qualität der Vorlesungen auch in diesem Bereich weiter sicherzustellen.

Um das Infektionsrisiko für alle Beteiligten möglichst gering zu halten, wurde von der ESB Business School über die Sommerpause ein umfassender Maßnahmenkatalog entwickelt.  Die Studierenden vor Ort werden zu Semesterbeginn über die geltenden Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus mittels einer Selbstverpflichtungserklärung sensibilisiert. Wer einschlägige Symptome entwickelt, darf den Campus bis zur Abklärung dieser nicht betreten. Eine entsprechende Regelung gilt auch dann, wenn Campusangehörige Kontakt zu Infizierten oder Verdachtsfällen hatten.

Studierende, die aus einem Risikogebiet einreisen, müssen vor Beginn der Vorlesungszeit zwingend einen vom Robert-Koch-Institut anerkannten negativen Corona-Test vorweisen. Eine zweiwöchige Quarantäne in Deutschland reicht hier nicht aus. Selbstverständlich gilt in allen Gebäuden der Hochschule eine strikte Verpflichtung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sowie eine entsprechende Empfehlung für den kompletten Außenbereich des Campus. Der Mund-Nasen-Schutz darf erst am Sitzplatz in den Vorlesungsräumen oder am Arbeitsplatz abgelegt werden. Eine für das Semester beauftragte Sicherheitsfirma unterstützt die Einhaltung der Maßnahmen.

Um einen zu großen Andrang in den Gängen, im Lernzentrum und in der Mensa zu verhindern, finden Vorlesungen zeitversetzt statt. Damit soll in den Pausen bzw. bei Vorlesungsende sichergestellt werden, dass nicht zu viele Personen auf einmal zusammenkommen. Die Räume sind für die Vorlesungen der jeweiligen Semester eines Studiengangs fest zugeteilt, um einer möglichen Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Die umfangreichen Hygienemaßnahmen umfassen zudem erhöhte Reinigungszyklen, die Möglichkeit der Selbstreinigung der Kontaktflächen für die Studierenden sowie klar definierte Lüftungspausen. Basierend auf den Erfahrungen der ersten Wochen kann das Konzept durch den zeitversetzten Semesterbeginn auch nachträglich noch angepasst werden.

Dekan Prof. Dr. Christoph Binder ist zuversichtlich, mit den Regelungen ein sinnvolles Vorgehen erarbeitet zu haben: „Unser Hybridkonzept ermöglicht unter Einhaltung der geltenden Vorschriften ein verantwortungsvolles Wintersemester mit einem signifikanten Anteil an Präsenzveranstaltungen. Damit haben wir unsere Erfahrungen und das Feedback unserer Studierenden aus dem vorhergehenden Semester soweit wie möglich aufgegriffen und im geplanten Studienablauf umgesetzt.“

Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Fakultätsleitung der ESB Business School davon aus, dass auch die Prüfungen am Ende des Semesters planmäßig auf dem Campus stattfinden. Wie bereits im letzten Semester können Studierende, die ausschließlich Online-Veranstaltungen besuchen, ihre Prüfungen über Take-Home-Exams oder per Videotelefonie ablegen. Das Angebot gilt gerade für Studiengänge mit einem hohen Anteil internationaler Studierender. Zudem werden Lösungen für Studierende erarbeitet, die ihre geplanten Auslandsaufenthalte im Wintersemester aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht durchführen können. „Auch in diesem Semester möchten wir allen Studierenden den Abschluss des Semesters bzw. Studiums wie vorgesehen ermöglichen“, fasst Studiendekanin Prof. Dr. Julia Brüggemann zusammen.