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30.10.2020

Wann kommt der Crash?

Prof. Dr. Rolf Daxhammer zu Gast im hr-iNFO-Podcast

Von Katrin Reil

Befinden wir uns gerade in einer Spekulationsblase? Und wann kommt der Crash? Der hr-iNFO-Podcast des Hessischen Rundfunks beschäftigte sich Anfang des Monats mit diesem Thema. Zu Gast in der Expertenrunde war auch Prof. Dr. Rolf Daxhammer, der gemeinsam mit Co Autor Máté Facsar bereits ein Buch dazu veröffentlich hat. Er sprach unter anderem über Herdenverhalten, die schmerzhaften Auswirkungen von Spekulationsblasen und darüber, warum der Mensch doch nur begrenzt ein „Homo oeconomicus“ ist.

Die Aktienmärkte sind kaum zu bremsen, die Immobilienpreise klettern – auch in den vergangenen Pandemiemonaten – immer weiter nach oben, gleichzeitig gibt es Handelskonflikte und politische Verunsicherung. Wie passt es zusammen, dass die Börsen in einer so unübersichtlichen Situation auf einem Allzeithoch stehen? Baut sich gerade eine gewaltige Spekulationsblase auf?

Ein Wirtschafts-Nobelpreisträger warnte bereits vor diesem Phänomen mit katastrophalen Folgen. Andere Wissenschaftler wiegeln ab und verweisen auf die Effizienz der Märkte. Gibt es solche Blasen überhaupt, oder entstehen sie nur in der Fantasie von Menschen?

Über diese Fragen diskutierte hr-iNFO-Moderator Alexander Schmitt, selbst ein Börsenprofi, mit einem Kreis von Praktikern und Wissenschaftlern; unter ihnen auch Prof. Dr. Rolf Daxhammer von der ESB Business School.

Das Auseinanderklaffen von Preis und Wert sowie rapide verlaufende Wertsteigerungen mit nicht ganz nachvollziehbaren Begründungen seien Merkmale von Spekulationsblasen, erklärte der Experte für Anlegerverhalten im Podcast.

Trotz dieser eindeutigen Signale, so Prof. Daxhammer, sei es durchaus nachvollziehbar, dass es immer wieder zu Spekulationsblasen komme: „In Situationen, die komplex sind – und wer würde leugnen, dass das auf Finanzmärkte zutrifft – neigen wir dazu, uns an dem zu orientieren, was andere tun. Herdenverhalten ist nicht irrational, sondern evolutionsbiologisch in uns angelegt. Wenn man einer verhaltenswissenschaftlichen Sichtweise folgt, dann erkennt man, dass das Verhalten von Marktteilnehmern nicht immer dem entspricht, was einen Homo oeconomicus ausmacht, nämlich schnelles, präzises und fehlerfreies Verarbeiten von Informationen.“

Der hr-iNFO-Podcast zum Thema „Wann kommt der Crash? – Die Angst vor Spekulationsblasen nimmt zu“ kann hier online abgerufen werden.

Rolf J. Daxhammer, Máté Facsar (2017): Spekulationsblasen. Den Turbulenzen am Finanzmarkt auf der Spur, UVK Verlagsgesellschaft mbH. ISBN 978-3-86764-746-5