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26.01.2021

Bestens vernetzt mit 5G

Die ESB Business School der Hochschule Reutlingen unterstützt kleine und mittlere Unternehmen beim Einstieg in die 5G-Technologie.

Das Projektteam, bestehend aus Fabian Dietrich, Prof. Dr. techn. Daniel Palm, Daniel Estler, Julian Hermann, Mario Angos (v. l.)

von Angieszka Grzesiak und Sven Rottner

Das Werk150, das Fabrik-Testfeld auf dem Campus der Hochschule Reutlingen, ist einer von sechs Standorten der baden-württembergischen Initiative 5G4KMU. Mit dem vom Wirtschaftsministerium geförderten Programm sollen kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt werden, in der digitalisierten Arbeitswelt Fuß zu fassen. Kurz vor Weihnachten wurde die 5G-Infrastruktur im Werk150 in Betrieb genommen. Expertinnen und Experten bestätigen die Unbedenklichkeit der Technologie.

Digitalisierung für KMU

An den sechs Standorten des Transferzentrums 5G4KMU werden die Vorteile von 5G-Netzen für den Mittelstand erprobt und weiterentwickelt – so auch an der ESB Business School.

Der Schwerpunkt in Reutlingen liegt bei Logistik, Sicherheitsanwendungen in der Mensch-Roboter-Kollaboration und der Informationsbereitstellung in Unternehmen. „Als drahtlose Übertragungstechnologie mit hoher Bandbreite und Verfügbarkeit ist 5G für mobile Anwendungen in der Logistik prädestiniert“, sagt Prof. Dr. techn. Daniel Palm, Leiter des 5G4KMU-Projekts am Standort Reutlingen. „Die 5G-Technologie verspricht hohe Datenübertragungsraten, geringe Latenzen und die Möglichkeit, sehr viele Geräte verbinden zu können. Davon kann der Mittelstand enorm profitieren.“ Hauptantrieb des Transferzentrums ist die Anwendung der 5G-Technologie auf konkrete Problemstellungen in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Mit geringem Aufwand können diese innovative Produkte und Anwendungsfälle auf Basis von 5G entwickeln und so wettbewerbs- und marktfähig bleiben.

Stabil und unbedenklich

Das 5G-Campusnetz steht ausschließlich privaten und unternehmensinternen Anwendungen zur Verfügung. Dem Nutzer wird dabei ein eigener Frequenzbereich zugewiesen. Im Gegensatz zum herkömmlichen WLAN bleibt das Netz dabei stabil und sicher.

Alle 5G-Funkanlagen befinden sich innerhalb des Werk150. Der Sendebereich beschränkt sich auf die Forschungseinrichtung selbst. Die gesetzlichen Grenzwerte für elektromagnetische Strahlungen werden sowohl innerhalb des Campus Reutlingen als auch zur Nachbarschaft hin nicht überschritten. Dementsprechend sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich. Das bestätigt auch Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz: „Für den Mobilfunkstandard 5G werden im ersten Schritt die Frequenzen genutzt, die wir heute schon beim Mobilfunk nutzen. Unterhalb der Grenzwerte sind keine gesundheitlichen Auswirkungen nachgewiesen. Die Grenzwerte werden eingehalten.“

Auf enge Zusammenarbeit

In Seminaren und Workshops – zur Zeit primär virtuell, geplant aber auch vor Ort – gibt das Transferzentrum 5G4KMU Unternehmen die Möglichkeit, die 5G-Technologie kennenzulernen und auszuprobieren. Unternehmen können sich auch direkt mit einer konkreten Problemstellung oder einer Projektidee bewerben. Bei so genannten Quick Checks wird diese auf ihre Machbarkeit hin untersucht und weiter ausgearbeitet.

Die Zusammenarbeit kann anschließend in einem sogenannten Exploring Project intensiviert werden. Gemeinsam mit den Wissenschaftlern des Transferzentrums entwerfen die teilnehmenden Unternehmen ein ausführliches Konzept, um ihre 5G-Idee zu implementieren. Zur Erprobung steht die 5G-Testumgebumg im Werk150 zur Verfügung. Prof. Palm betont die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit mit den Unternehmen: „Unser wichtigstes Ziel ist es, den Einstieg von kleinen und mittelständischen Unternehmen in die 5G-Technologie möglichst reibungslos zu gestalten. Dabei werden Quick Checks und Exploring Projects aus den Mitteln des Transferzentrums 5G4KMU finanziert. Den teilnehmenden Unternehmen entstehen dabei keine Fremdkosten .“

Forschung für die Zukunft

Die sechs Projektpartner des Transferzentrums 5G4KMU setzen bei ihrer Arbeit unterschiedliche Schwerpunkte. Neben dem Engagement der ESB Business School sind drei Standorte des Fraunhofer-Instituts in Stuttgart und Mannheim, das Centrum für Digitalisierung, Führung und Nachhaltigkeit in Freudenstadt und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt.

Prof. Palm ist von den Vorteilen der 5G-Technologie überzeugt und schmiedet bereits weitere Pläne: „Im Werk150 realisieren wir gerade unterschiedliche Demonstratoren. Sie zeigen auf, wie 5G eine Zusammenarbeit des arbeitenden Menschen mit fahrerlosen Transportsystemen oder kollaborativen Robotern sicherer und effizienter macht.“

Die Bewerbungsfrist für die nächsten Quick Checks läuft noch bis zum 30. April 2021.