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30.06.2021

Führung im Jahr 2031

Wie Julia Roberts, Bienenköniginnen und Mental Health Indizes die Führungskräfte von morgen prägen

    Von Annegret Schwotzer und Nikas Kropp

    “Die Zukunft braucht leidenschaftliche, glückliche und selbstbewusste Führungskräfte, die den Status Quo herausfordern und für ihre Überzeugungen aufstehen.” Mit diesem Zitat des Unternehmers Richard Branson startete das Seminar zur “Future of Leadership” in den Studiengängen MSc International Business Development (IBD) und MSc International Accounting, Controlling and Taxation (IACT). Aber wie genau wird man eine gute Führungskraft?

    Richard Jaimes, Head of Product Management bei Continental und Gründer und Berater bei Turning Point, Huete&Co und Quantumrun, Consultingagenturen mit einem Schwerpunkt auf Strategic Foresight und Leadership, forderte die Studierenden auf, tief in dieses wichtige und vielseitige Thema einzutauchen. Gute Führung ist einer der vielen Aspekte, der durch Covid-19 und die damit einhergehende Verlagerung der Arbeitswelt ins Home Office substantiell auf den Kopf gestellt wurde. Neue Organisationsstrukturen und Arbeitswelten, der “War for Talent” um die besten Fachkräfte, auftragsbasiertes Arbeiten, neue Technologien und eine neue Generation auf dem weltweiten Arbeitsmarkt, die unter anderem mehr Diversity fordert, tun ihr übriges. Gute Führung kann eine Vielzahl von Gesichtern und Ausprägungen haben.

    Die wichtigsten Trends zu identifizieren und Zukunftsszenarien vorwegzunehmen ist das Hauptziel von Strategic Foresight. Im Kurs von Professor Dr. Jan Oliver Schwarz erlernten die Studierenden die Konzepte und Mechanismen, die dabei eingesetzt werden, sowie die Vorteile von Strategic Foresight in einer immer turbulenteren, unsichereren und vielschichtigeren Welt.

    Die Szenarioplanung ist ein Strategic Foresight-Tool, das heute von erfolgreichen Weltkonzernen angewendet. Nach einer Recherche der relevantesten Trends und Einflüsse werden Schlüsseltreiber identifiziert. Diese dienen als Rahmen für Szenarios, die mit Untertrends, Beschreibungen und Visualisierungen weiter angereichert werden. Ausgehend von den möglichen Zukunftsmodellen ziehen Unternehmen ihre Schlussfolgerungen und legen die strategischen Grundlagen für ihre Arbeit.

    Dank des Inputs von Richard Jaimes und Professor Dr. Schwarz waren die Studierenden in der Lage, die theoretischen Grundlagen der Szenarioplanung in der Praxis anzuwenden und Szenarien für Führung im Jahr 2031 zu entwickeln. Leichter gesagt als getan: Wie kann man Phänomene erfassen, die aktuell noch nicht greifbar, sichtbar und hochgradig individuell sind? Jenseits des theoretischen Rahmens zeigte sich die Kraft der Szenarioplanung, als es an die konkrete Visualisierung ging. Kann jeder die Werte der ESB nennen? Nein?! Dennoch dachten die Studierenden sofort an Bilder, die sie mit der ESB verbanden: Kulturen treffen aufeinander, Unterstützung von Kommilitoninnen und Kommilitonen, lange Nächte für Gruppenarbeiten, die Arbeit in studentischen Ressorts wie dem Student Consulting. Und schon liegen die Werde der ESB auf der Hand: Respekt. Vertrauen. Verantwortung. Engagement. Das Fazit: Wer zuerst Bilder sprechen lässt, findet danach schnell die richtigen Worte.

    Herausforderung angenommen! Die Studierenden stellten sich unter anderem den folgenden Fragestellungen: Wie wirken sich Künstliche Intelligenz, das Internet of Behaviours und weitere Faktoren auf den Wunsch von Angestellten nach Selbstverwirklichung, Meinungsfreiheit und das Bewusstsein für psychische Gesundheit in einer alternden Gesellschaft aus? So untersuchte eine Gruppe beispielsweise, wie so genannte Mental Health Indizes von Angestellten Einstellungen und Entlassungen im Jahr 2031 beeinflussen könnten. Eine andere Gruppe untersuchte eine gleichberechtigte und erfolgreiche Kollaboration von Führungskräften mit Künstlicher Intelligenz. Lesson Learned: Eine Redaktion der Komplexität in der Kommunikation ist nötig, dafür jedoch mehr Bereitschaft, komplexe Prozesse zu verstehen.

    Um die Ergebnisse ihrer Arbeit vorzustellen versuchten sich die Studierenden als Schauspieler, Illustratoren, Präsentatoren, Künstler und Forscher. Die Visualisierungen der verschiedenen Zukunftsszenarien von Leadership beinhalteten überarbeitete Trailer von Filmklassikern mit Julia Roberts, Einblicke darin, wie man die nächste Bienenkönigin (oder der nächste Bienenkönig) wird, handgezeichnete Skizzen und hollywoodreife Schauspielleistungen. Lesson Learned: Einige Studierende sollten sich ernsthaft überlegen, ins Schauspielfach zu wechseln.

    Egal, in welcher Branche sie landen: die IBD- und IACT-Studierenden kamen durch das Seminar ihrer Zukunft als leidenschaftliche, glückliche und selbstbewusste Führungskräfte einen Schritt näher. Ihr Gesamtfazit auf dem Weg zur “Future of Leadership” im Jahr 2031:

    • Gute Führung geht einher mit Vertrauenswürdigkeit und inhaltlicher Verantwortung, nicht mit bloßem Rang oder Status
    • Künstliche Intelligenz wird sich qualitativ verbessern und kann Führungskräfte künftig besser bei der Entscheidungsfindung unterstützen
    • Seelische und geistige Gesundheit wird immer wichtiger
    • Self-Leadership, also der selbstbeeinflussende Prozess zur Steigerung der persönlichen Effektivität, wird eine größere Rolle spielen
    • Auftragsbasiertes Arbeiten und die Schaffung von Teamintegrationsprozessen spielt eine große Rolle beim effektiven Ressourcenmanagement.