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08.11.2021

Praktisch und international

Interview mit Präsident Prof. Dr. Hendrik Brumme

Von Sven Rottner

50 Years in Business: Zum Jubiläum des Fachbereichs BWL an der Hochschule Reutlingen sprechen Vertreter aus Präsidium und Dekanat über ihre Zeit an der ESB Business School, die Bedeutung von Internationalität und Praxisnähe und ihre Vorstellungen für die Zukunft des Fachbereichs. Den Auftakt der Reihe macht Prof. Dr. Hendrik Brumme, Präsident der Hochschule Reutlingen.

Seit 2012 steht Prof. Dr. Hendrik Brumme als Präsident an der Spitze der Hochschule Reutlingen. Davor leitete er die ehemalige Fakultät Produktionsmanagement, die später in die ESB Business School aufging. Bei seinen Stationen an der Hochschule Reutlingen konnte Prof. Dr. Brumme stets auf sechzehn Jahre Berufserfahrung bei HP zurückgreifen. Besonders wichtig sind ihm daher die enge Verzahnung von Praxis und Lehre sowie eine internationale Forschung.

Seit den 1990er-Jahren schneidet der Fachbereich BWL an der Hochschule Reutlingen regelmäßig hervorragend ab. Mit welchen Erwartungen sind Sie 2004 an die Hochschule Reutlingen gekommen?

Meine Erwartungen waren natürlich, dass ich in ein professionelles und leistungsorientiertes Arbeitsumfeld einsteige. Mir war wichtig, dass ich für eine Organisation mit Spitzenruf arbeiten darf.

Die Herausforderung war ganz klar, wie diese Traumergebnisse - nach so einer langen Zeit - auch in Zukunft gehalten werden können. Einerseits besteht das Risiko, dass die Organisation sich daran gewöhnt und nicht mehr die notwendige Extrameile geht. Andererseits schläft der Wettbewerb nicht. Verfolgen ist einfacher als verfolgt werden. 

Als Sie dann das erste Mal vor Ort auf dem Campus waren: Welche Eindrücke hatten Sie damals? Was blieb Ihnen besonders positiv in Erinnerung? Gab es Kurioses?

Kurios empfand ich durchaus die einfache Ausstattung der Räumlichkeiten und Labore. Der Platz war auch knapp bemessen. Ich habe durch meinen früheren Job bei HP aber auch Universitäten in den USA und in Asien kennengelernt. Die Kolleg:innen dort haben sich trotz weniger Mittel im internationalen Wettbewerb behauptet und eine hervorragende Reputation aufgebaut. Hut ab vor deren Leistung.

Die BWL in Reutlingen setzte von Anfang an auf eine große Praxisnähe. Wie konnten Sie Ihre praktischen Erfahrungen in Ihren Funktionen und Ämtern nutzen?

Ich hatte das Glück, das lehren zu dürfen, was mit meiner Tätigkeit als Werkleiter für die Produktion von Computern stark übereinstimmte. Da konnte ich in die Vollen greifen. Fast noch wichtiger war meine 16-jähre Praxiserfahrung, als ich die Leitung der Hochschule übernahm. Der integrative Führungsstil bei HP war eine gute Basis für meine Arbeit im Präsidium.

Als Hochschule für angewandte Wissenschaften setzt die Hochschule Reutlingen deutliche Akzente im Bereich Forschung. Welche Forschungsansätze im betriebswirtschaftlichen Bereich halten Sie für besonders wichtig?

Im Grunde verfolgen wir drei Ansätze: Es ist uns wichtig, dass sich möglichst alle Kolleg:innen immer wieder mit ihrem Fach beschäftigen und Artikel in guten Journalen platzieren. Wir nennen das den Graswurzelansatz.
Außerdem fördern wir Sabbaticals in und Forschungsprojekte mit der Industrie, um das Praxiswissen up to date zu halten. Mit der Förderung von Zusammenschlüssen von Kolleg:innen wie Lehr- und Forschungszentren stärken wir gezielt  verschiedene Zukunftsthemen.
Für die Zukunft freue ich mich über noch mehr Forschung im internationalen Kontext.

Vielen Dank für das Gespräch!