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16.07.2021

Schnell integriert

Mitarbeitende und studentische "Buddies" unterstützen internationale Austauschstudierende an der ESB Business School

Die Austauschstudierenden im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen konnten sich persönlich auf dem Campus verabschieden.

Yahye Ahmed und sein Buddy Jannis Dippon im virtuellen Escape Room.

Von Katrin Reil

Neues Land, neue Leute, neues Hochschulsystem – für internationale Studierende ist der Start an der ESB Business School mit Herausforderungen verbunden. Insbesondere Austauschstudierende, die nur für ein Semester bleiben, wollen sich möglichst schnell einleben um das Maximum aus ihrem Auslandssemester zu machen. Die Koordinatorinnen für Austauschstudierende sowie studentische "Buddy-Programme" sind dabei eine wichtige Unterstützung – in Zeiten von Corona auch virtuell.

Alle Austauschstudierenden an der ESB Business School werden von so genannten "Exchange Coordinators" unterstützt, die sich besonders um diese Studierendengruppe kümmern. Sie helfen bei allen Schritten, von der Vorbereitung des Semesters an der ESB bis hin zur Verabschiedung und Nachbetreuung, falls zurück zu Hause noch Fragen auftauchen. "Im vergangenen Semester mussten wir natürlich viel online arbeiten. Aber immerhin zur Begrüßung und zur Verabschiedung konnten wir uns draußen treffen," erzählt Clara Wankmüller, eine der Koordinatorinnen, die sich im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen um die Austauschstudierenden kümmert.

Nicht immer wollen letztere gleich einen offiziellen ESB-MItarbeiter oder eine Professorin ansprechen. Aus diesen Grund gibt es auch studentische Initiativen: „Beim Buddy-Programm im BSc International Business bilden wir Paare aus Austauschstudierenden und ESB-Studierenden, damit die Neuankömmlinge jemanden haben, an den sie sich am Anfang und während des Semesters wenden können," erklärt Anna Scholl. Die Buddys sind für „ihre“ Austauschstudierenden eine wichtige Anlaufstelle, besonders für das Leben außerhalb der Vorlesungen. Sie sorgen dafür, dass sich alle willkommen und integriert fühlen und nehmen ihre Schützlinge mit in den Studien- und Freizeitalltag. Bedingt durch die Pandemie war das in diesem Semester für Anna Scholl und die anderen Buddies nicht ganz einfach. "Es ist natürlich viel schwieriger gemeinsam etwas zu unternehmen, wenn alles geschlossen ist, insbesondere weil ich mich unbedingt an die Kontaktbeschränkungen und andere Vorgaben halten wollte. Ich war mit meinem Buddy beispielsweise auf der Achalm und habe meine Eltern besucht. Außerdem waren wir viel Spazieren und haben uns unterhalten."

Auch Jannis Dippon war im vergangenen Semester als ESB-Buddy aktiv. Sein Schützling Yahye Ahmed studiert in den Niederlanden und war nicht vor Ort in Reutlingen, sondern als virtueller Austauschstudent an der ESB Business School. Trotz der räumlichen Distanz war er sehr froh über die Möglichkeit sich auszutauschen: "Das Programm hat mir bei vielen Fragen und Problemen geholfen, die zu klein waren, um Professorinnen und Professoren oder das Mitarbeiterteam zu fragen. Jannis hat mir geholfen, mich besser in die ESB Community zu integrieren. Je mehr Fragen ich gestellt habe, desto besser war die Erfahrung für mich." In ihrer Freizeit besuchten die beiden beispielsweise gemeinsam mit anderen Austauschstudierenden einen virtuellen Escape Raum.

Nicht immer stimmt die Chemie in einer Paarung. Larisa Goicu aus Rumänien bekam zu ihrer eigentlich zugeteilten Partnerin keinen Kontakt. Im Buddy-Programm können aber auch solche Fälle aufgefangen werden. Hier sprang Anna Scholl ein. „Wir sind viel spazieren gegangen, haben uns unterhalten und immer wieder gegenseitig unterstützt, sei es im Studium oder bei privaten Fragen. Wir sind gute Freunde geworden," erzählt Larisa. Auch die gemeinsamen Aktionen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer tragen dazu bei, dass niemand auf der Strecke bleibt. 

Dass die internationalen Studierenden gerne die Unterstützung annehmen, liegt auf der Hand. Aber warum engagieren sich die Buddies auf der ESB-Seite? "Ich nehme am Buddy-Programm teil, weil ich dadurch die Möglicheit habe, Menschen aus verschiedenen Kulturen zu treffen und Freunde auf der ganzen Welt zu finden, die ich hoffentlich in Zukunft besuchen kann," sagt Jannis Dippon. Auch Anna Scholl denkt bereits an ihre eigene Zeit im Ausland: "Es ist toll, die erste Person zu sein, die jemand in einem neuen Land kennenlernt und in den ersten Wochen viel mitzuerleben. Je länger die Leute hier sind, desto mehr finden sie ihren eigenen Weg. Das ist für mich beruhigend zu sehen und nimmt mir die Aufregung vor meinem eigenen Austauschsemester. Ich sehe ja hier, dass am Ende alles gut wird." Dabei hat sie sicher auch von Larisa Goicu gelernt, die sagt: "Ich habe gelernt, selbst aktiv zu werden, Menschen zu finden, die mir helfen, meinen eigenen Freundeskreis aufzubauen, mich immer wieder auf das Wesentliche zu besinnen und auch in Konflikte zu gehen, wenn das sein muss. Ich bin unabhängiger geworden, kann aber auch um Hilfe bitten falls nötig. Ich habe viel über soziale Dynamiken gelernt und über das Verhalten von Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Das kann ich später mit Sicherheit auch gut in meinem Berufsleben gebrauchen."

Für beide Seiten ist das Buddy-Programm gelebter ESB-Spirit. Das sieht auch Yahye Ahmed so: "Die ESB ist sehr inklusiv und man lernt hier nicht nur etwas über Betriebswirtschaftslehre, sondern tatsächlich über das Leben." Jannis Dippon ergänzt: "Mit dem Buddy-Programm macht man etwas wirklich Sinnvolles für die Austauschstudierenden. Zum anderen - und das ist genauso wichtig: Das Buddy-Programm macht allen Beteiligten einfach Spaß. Wir haben coole Events und treffen Gleichgesinnte aus aller Welt."

Interessierte für das Buddy Programme des BSc International Business können sich per Mail an ib.incomings@dont-want-spam.reutlingen-university.de wenden. Studierende im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen und beim MSc International Business Development sowie MSc International Accounting, Controlling and Taxation nutzen das „Students4Students“-Programm der Hochschule Reutlingen. Die Registrierung erfolgt per E-Mail an Lydia-Sophie Dufner@reutlingen-university.de oder unter Students4Students registration.