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22.07.2021

Stabilität auf der Rolltreppe des Wandels

Expertinnen und Experten diskutieren beim ESB Managementdialog über den zukunftsfähigen Umgang mit dynamischen Prozessen

Von Katrin Reil

Wie schafft Agilität Stabilität? Wie wichtig sind Organisationskulturen und -werte? Welche Aufgaben kommen auf die Führungskräfte der Zukunft zu? Der 3. ESB Managementdialog bewegte sich im Spannungsfeld von „Stabilität und Wandel in Organisationen“. Am Freitag, den 16. Juli kamen rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Wirtschaft bei der virtuellen Veranstaltung zusammen.

Wandel voranzutreiben und gleichzeitig Stabilität zu erhalten sei eigentlich eine paradoxe Idee, stellte Prof. Dr. Arjan Kozica, Initiator des ESB Managementdialogs und Professor für Organisation und Leadership an der ESB Business School, zu Beginn der Veranstaltung fest: „Wenn wir uns Wandel als Rolltreppe vorstellen und Stabilität darin sehen, dass wir auf ein und derselben Stelle sind, dann müssen wir uns bewegen, um stehen zu bleiben. Diese Paradoxie muss in Unternehmen und Organisationen adressiert werden.“

Nach dem Auftakt mit einem lockeren Kennenlernen in Break-out-Sessions brachte der ESB Managementdialog Rednerinnen und Redner aus der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Praxis für kurze Impulsvorträgen auf die virtuelle Bühne.

So sprach Prof. Dr. Birgit Renzl von der Universität Stuttgart darüber, wie Routinen und Regeln den Rahmen und Fokus für kreative Gedanken und Agilität schaffen können. Mit letzterer beschäftigte sich auch Torsten Groth. Ein systemischer Ansatz von Agilität, so der Berater, Referent und Trainer u.a. bei Simon, Weber & Friends GmbH, könne dabei helfen, die Rolle von Führung neu zu definieren, das Bestehende wertzuschätzen und herauszufinden, welche Faktoren zur Veränderung nötig seien.

Uta Loreck von der AOK Baden-Württemberg sprach sich dafür aus, von der heute noch häufig herrschenden Defizitorientierung hin zu einer Stärkenorientierung zu kommen. Am Beispiel ihres Unternehmens führte sie aus, wieso die Rückbesinnung auf individuelle Stärken in Pandemiezeiten hilfreich war.

Christoph Kübel, ehemaliger Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der Robert Bosch GmbH, legte den Fokus in seinem Vortrag vor allem auf den Bereich Leadership. Technologische Transformation sei nur durch kulturelle Transformation möglich und die gehe entscheidend von der Führungsebene aus. Um das Paradoxon zwischen Stabilität und Wandel zu meistern, sah er Führungseigenschaften wie Mut und Selbstreflektion als essentiell an.

Dem pflichtete abschließend auch Felix von Held vom Institut für Innovation und Change Methodik München bei. Eine klar umrissene Organisationskultur sowie definierte Werte seien die Leitplanke zum Agieren in einer komplexen und dadurch schnell als unsicher empfundenen Umgebung.

Mit großem Interesse tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Fragerunden aus, sammelten Impulse für ihre Arbeit und knüpften neue Kontakte. Auch für das kommende Jahr plant die Forschungsgruppe Organisation, Arbeit und Gesellschaft der ESB Business School in Zusammenarbeit mit der Initiative Zukunftsfähige Führung (IZF) und der Knowledge Foundation @Reutlingen University einen weiteren ESB Managementdialog – Hinweise zum Thema und Termin folgen.