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12.02.2021

Corona-konform nach Taiwan

Studierende des BSc International Management Double Degree deutsch-chinesisch gestalten ihren Auslandsaufenthalt pandemiesicher

Von Julian Traub und Marianne Brügmann

International zu studieren ist ein wesentliches Merkmal der ESB Business School. Aber Überseereisen oder gar ein Auslandsstudium während der Pandemie, geht das überhaupt? Eine Gruppe von Studierenden des deutsch-chinesischen Links im BSc International Management Double Degree suchte nach einer Corona-konformen Lösung – und fand sie.

Eigentlich verbringen Studierende des BSc International Management Double Degree deutsch-chinesisch die zweite Hälfte ihres vierjährigen Studiums in China. Aufgrund der weltweiten Pandemielage ist die Einreise dorthin allerdings derzeit nicht möglich. Mehr als zehn Studierende suchte nach einer Alternativlösung. Mit dem festen Ziel vor Augen, ihr Chinesisch zu verbessern und das Auslandsstudium umzusetzen, traten sie Anfang des Jahres ihre Reise an – nach Taiwan.

Taiwan hat es aufgrund seiner günstigen geographischen Lage, einer Pandemie-erfahrenen Regierung und vor allem durch seine disziplinierte Bevölkerung geschafft, Corona soweit einzudämmen, dass es aktuell so gut wie keine lokalen Neuinfektionen gibt.

Damit einher gehen strenge Auflagen zur Einreise, die derzeit für Ausländer nur sehr begrenzt möglich ist. Die erste Herausforderung für die Studierenden war daher die Beantragung ihres Visums samt einer coronabedingten Sondereinreisegenehmigung, die Buchung eines 14-tägigen Quarantänehotels, der Abschluss einer umfänglichen Krankenversicherung sowie einer Corona-Versicherung.

Nach vielen Telefonaten mit der Botschaft warteten schließlich alle gespannt auf den Abflug – und konnten am Ende tatsächlich Fuß auf taiwanesischen Boden setzen. Angestellte des Flughafens kümmerten sich um die Ganzkörperdesinfektion, halfen beim Kauf einer taiwanesischen Sim-Karte, bei der Angabe der Quarantänedaten sowie bei der Suche nach dem Quarantäneshuttle, das die Studierenden direkt in das vorher gebuchte Quarantänehotel brachte. Die Sim-Karte ist für die Kontaktierung der Einreisenden relevant. Jeden Tag erhielten die Studierenden Nachrichten und Anrufe von Beamten, die sich über ihren gesundheitlichen Zustand informierten.

Quarantäne bedeutet in Taiwan, dass das Hotelzimmer 14 Tag lang überhaupt nicht verlassen werden darf. Die Mahlzeiten werden vor die Tür gestellt, Müll zur Entsorgung ebenfalls. Jeder muss seine Körpertemperatur zwei Mal am Tag messen und die Beamten über mögliche Anomalien informieren. „Wir machten jedoch auch aus der Quarantäne das Beste - täglich telefonierten wir, rätselten zusammen, was es denn heute zum Essen gibt und machten gemeinsam via Videocall Sport. Nach 14 Tagen im Hotel folgten 7 Tage Self Health Management. Das bedeutet, dass auch in dieser Zeit öffentliche Plätze mit vielen Menschen gemieden werden müssen. In diesen 7 Tagen wanderten wir viel im Norden Taiwans und planten unser bevorstehendes Leben in einem coronafreien Land,“ so Julian Traub, einer der Taiwan-Reisenden.

Mittlerweile haben die Studierenden die ersten Wochen ohne Einschränkungen in Taiwan erlebt. Schnell wurde klar, dass ein Aufenthalt in Taiwan nicht nur die Möglichkeit eines interkulturellen Austauschs und das bessere Erlernen der Sprache Mandarin bedeutet. Auch die Onlinevorlesungen, die von der Partnerhochschule des BSc International Management Double Degree, der UIBE in Peking, übertragen werden, finden für die Taiwan-Pioniere nicht mehr zu deutscher Zeit mitten in der Nacht statt, sondern können tagsüber besucht werden.

Die vorlesungsfreie Zeit nutzen die Studierenden ebenfalls: Einige begannen eine Inselrundreise, andere suchten sich eine Arbeit oder ein Praktikum in Taipei. Doch alle haben etwas gemeinsam – sie sind sehr dankbar, dass sie trotz der Pandemie einen Teil ihres Studiums in Asien verbringen dürfen und sich an der Kultur, den herzlichen Menschen, dem leckeren Essen und der beeindruckenden Landschaft erfreuen können.

"Auch wenn die Menschen hier viel Respekt vor der Pandemie haben und Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise das Tragen eines Mundschutzes zum Alltagsprogramm gehören, lebt man trotzdem mit vergleichsweise wenigen Einschränkungen. Wir sind alle sehr froh, trotz der erschwerten Umstände die Reise nach Taiwan angetreten zu haben und freuen uns bereits auf die vielen weiteren Erlebnisse die wir hier haben werden,“ so Marianne Brügmann.

Studiengangskoordinatorin Chantal Köngeter begrüßt das Vorgehen: „Die studentische Initiative wird von der ESB Business School unterstützt, beruht aber auf freiwilliger Basis. Alle Daheimgebliebenen nehmen vom Ort Ihrer Wahl aus regulär an den Online-Vorlesungen der Partnerhochschule, der UIBE in Peking, teil. Somit können sie zumindest virtuell in China studieren.“

Pünktlich zum chinesischen Neujahrsfest, das dieses Jahr auf den 12. Februar fällt und das Jahr des Büffels einleitet, kann somit zumindest ein Teil der Studierenden die Feierlichkeiten in einem chinesischsprachigen Umfeld erleben.